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Shownotes
Zentrale Inhalte: • Katharina Huber EIN SCHÖNER ORT und Jacqueline Jansen SECHSWOCHENAMT schildern ihre sehr unterschiedlichen Finanzierungswege für ihre ersten Langfilme: Huber erhielt die volle Fördersumme der "vereinfachten Förderung" (P2) der Film- und Medienstiftung NRW (100.000 Euro), Jansen finanzierte ihren Film komplett alternativ über zwei Jahre durch persönliche Ansprache von 23 Privatpersonen und -partnern (96.000 Euro insgesamt) – jeweils ohne reguläre Bezahlung des Teams. • Diskutiert werden strukturelle Hürden: Warum lange Abschlussfilme an Hochschulen Ressourcen binden und damit anderen Nachwuchsfilmen schaden; warum Autodidakt:innen schwerer Zugang zu bestimmten Fördertöpfen haben; die Bedeutung von Wohnsitz/Firmensitz bei der Antragsprüfung. • Tipps für die Fördersuche: frühzeitiger persönlicher Kontakt zu Fördereinrichtungen, Beratungsgespräche vor Antragstellung, Vernetzung über Stammtische, Filmwerkstätten und Verbände, sowie das gezielte Ansprechen anderer Filmschaffender. • Vorgestellt werden diverse Stipendien und Förderwege sowie alternative Finanzierungsquellen jenseits klassischer Filmförderung. • Ein wiederkehrendes, kontrovers diskutiertes Thema ist die strukturelle Selbstausbeutung im Nachwuchsbereich: Publikumsfragen kritisieren, dass faire Kalkulationen (Mindestlohn) bei Förderanträgen teils als "zu teuer" zurückgewiesen werden. Schneider verweist auf die laufende FFG-Novellierung, durch die Tarifbindung und soziale Standards künftig prüfungsrelevant werden sollen. • Auch die Transparenz von Fördergeldern (Verwaltungskosten vs. tatsächliche Projektförderung) sowie sinkende Kulturbudgets in NRW werden angesprochen. Das Panel endet mit Ermutigung an den Nachwuchs, sich von Absagen nicht entmutigen zu lassen, sich zu vernetzen und den eigenen Weg zu finden. Musik: Marcel Becker-Neu Abmischung: Torus Studio, Stephan Colli Folgt uns auf Insta: https://www.instagram.com/filmbueronw/ Erkundigt euch über Neuigkeiten: www.filmbuero-nw.de
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00:00:00: Wenn die langen Abschlussfilme Ressourcen, damit meine ich auch Sender- und Fördergelder binden.
00:00:04: Dann im Prinzip entsteht noch mehr eine Kluft weil es viel härter wird einen unabhängigen allerersten langen Film zu finanzieren.
00:00:11: Ich meine wir alle wissen, dass sich neunzigtausend Euro ist viel Geld aber es reicht natürlich nicht aus um die Menschen zu bezahlen.
00:00:18: Woher
00:00:19: weiß ich denn ob mein Projekt zur Filmpförderung passt oder zu welcher Filmpörderung es passt?
00:00:25: Vor allem, wenn man sagt okay ich bin jetzt vielleicht in so einem nicht so ganz kommerziellen Bereich unterwegs.
00:00:29: Ich möchte eher gerne eine Akkunstfilm machen.
00:00:34: Hier spricht das Filmbüro NW wo Geschichten
00:00:39: zu filmen werden.
00:00:41: Euer
00:00:41: Podcast über Filmkultur
00:00:43: und Filmpolitik in NRW Stimmen von Screenings, Symposien und Werkstattgesprächen aus der freien Filmszene NRWs.
00:00:52: Herzlich willkommen zum neuen Podcast.
00:00:54: Achtung, Achtungen!
00:00:55: Hier spricht das Filmbüro NW.
00:00:58: Ja wir beide
00:00:59: führen euch jetzt durch mehrere Folgen.
00:01:02: ich bin Kim Münster, Filmerin und Produzentin.
00:01:06: Ich bin Markus Seiber, Drehbuchautor und Übersetzer von Filmbüchern.
00:01:10: Wir sind beide im Vorstand des Filmbüronw.
00:01:13: Das ist der Zusammenhang.
00:01:15: aber warum machen wir das?
00:01:16: Ja gute Frage!
00:01:18: Wir machen ganz viele Panels und spannende Symposiumen und vor allem zeigen wir viele Filme und da gibt es Interviews oder auch Filmgespräche anschließend und die haben wir fleißig aufgezeichnet Tonlich und ich, das möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.
00:01:35: Und dass werden wir auch in weiter tun bei den spannenden Veranstaltungen des Filmbüro NW.
00:01:41: aber keine Angst wäre Recycle.
00:01:42: nicht nur Wir laden auch jede Menge Fachleute ein und diskutieren mit ihnen spannende Fragen um das Filme machen.
00:01:50: Wir sind trotzdem immer wieder gefragt worden Was mache ich denn, wenn ich in Münster wohne und in Köln ist eine tolle Veranstaltung vom Filmbüro oder ich wohne in Kologne?
00:02:00: Und es ist eine in Münstern.
00:02:02: Wie kann ich das nochmal hören?
00:02:04: Das führt uns gleich in die erste Folge unseres Podcasts.
00:02:22: moderiert von Paula Esser.
00:02:23: Die Geschäftsführung des Filmbüro NW.
00:02:26: Sonja Hofmann war dort in Vertretung des Filmbüro-NW und das Kinofest Lün.
00:02:31: Ebenso war Steffi Köhler auf dem Panel, sie ist von der Filmwerkstatt Münster und vom Filmfestival Münster.
00:02:38: Und es waren auch zwei junge Filmemacherinnen dabei!
00:02:41: Katharina Huber, die ein schöner Ort gedreht hat.
00:02:45: Der in Lokarnut den Preis für die beste Nachwuchsregie bekommen hat und Jacqueline Jansen, deren Film sechs Wochenamt auf dem Film Fest München mit dem Förderpreis neues deutsches Kino ausgezeichnet worden ist.
00:02:56: Ja!
00:02:56: Und auch von der Förderung der hessischen Filmmedienförderung ist Marianna Schneider dabei gewesen.
00:03:02: also ihr könnt gespannt sein auf eine spannende Diskussion
00:03:06: und vor allen Dingen bleibt dran bis zum Ende, denn da wird verraten wie man im Zweifelsfall auch ohne Fördergelder sein Debüt finanziert bekommt.
00:03:32: Wie könnte eine fairere und zugänglichere Filmförderung aussehen?
00:03:36: Mein Name ist Paula Essam.
00:03:37: Ich werde heute durch dieses Penelgespräch leiten, ich freue mich sehr dass ihr alle da seid!
00:03:42: Ich würde einmal sagen wir machen ein bisschen so Applaus um ein bisschen Stimmung reinzubekommen.
00:03:51: So sieht es nämlich aus.
00:03:53: Das Ganze wird organisiert von der Filmwerkstatt Münster und dem Filmbüro NW.
00:03:59: Und es gibt einen großen, großen Dank an das Kinofest Lühnen, Filmbüro-NW, Netzwerkkultur NRW, MKW und die Stiftung Westfalen Initiative Und ich freue mich, hier zu sein.
00:04:10: Denn Nachwuchs-, Filmförderung- beziehungsweise Talentfilm ist ein ganz großes und wichtiges Thema denn das ist ja wie man in die Branche reinkommt wenn man den Weg als filmschaffende Person in Deutschland gehen möchte.
00:04:25: Da gibt es natürlich einige Hürden Schwierigkeiten aber auch ganz viele Chancen und wir wollen uns vielleicht einfach mal anschauen heute was sind denn da?
00:04:34: Ja, was sind die Gegebenheiten?
00:04:36: Was ist realistisch?
00:04:37: Worauf muss man sich einstellen.
00:04:39: Was gibt es vielleicht auch für Alternativen wenn man merkt okay ich komme da oder da nicht weiter und wir wollen natürlich dass ihr hier rausgeht mit ganz ganz vielen Ideen Inspiration Aber natürlich auch mit dem Gefühl, man kann es schaffen.
00:04:53: Das wäre doch total
00:04:54: schön
00:04:55: und deswegen freue ich mich sehr jetzt gleich Steffi Köhler und Sonja Hoffmann auf der Bühne begrüßen zu dürfen die das Ganze hier verantwortet haben denn den beiden ist der Nachwuchs sehr am Herzen.
00:05:07: Dem Filmfestival Münster ist der nachwuchsser am Hersten und deswegen passt dieses Panel hier perfekt rein und deswegen herzlich willkommen!
00:05:21: Ganz kurze Überblick, bevor wir ins richtige Panel anführungszeichen rein starten.
00:05:26: Erzählt uns doch mal ganz kurz was ihr eigentlich macht in euren jeweiligen Stellen und wie das Ganze hier mit dem Panel zusammenhängt?
00:05:35: Genau mein Name ist Steffi Köhler.
00:05:37: ich leite zusammen mit Anna Schlottbohm die Filmwerkstatt Münster.
00:05:41: Wir machen das beide in Teilzeit Und der Filmwerkstatt ist eigentlich schon seit der Entstehung, der Nachwuchs.
00:05:47: Eigentlich vor allem in der Region total wichtig.
00:05:49: also die Filmwerkstadt als Verein hat sich aus Kunststudierenden hier im Münster auch entwickelt weil sie einfach Bock hatten selber Filme zu machen das heißt selber aktiv zu werden.
00:05:59: und ich glaube da sehen wir uns auch mit unseren verschiedenen Bereichen.
00:06:02: Wir unterstützen Sie durch Beratungen Seminare haben Technikbeistellungen dabei und versuchen einfach auch durch verschiedene Veranstaltungen Netzberg Veranstaltung den Filmnachwuchs in der Region vor allem auch ein bisschen zu stärken, dass die miteinander Dinge machen.
00:06:17: und aktuell bieten wir auch immer jährlich eine Entwicklungsförderung an.
00:06:22: Ja genau das heißt für die, die es noch nicht wissen für den Nachwuchs ihr könnt euch Anfang des Jahres bei uns für die Entwicklungs Förderungen bewerben und dann habt ihr über einen gewissen Zeitraumzeit eure Stoffe bei uns zu entwickeln und dann in den Pitching Sessions im Rahmen des Filmfestivals oder des Lidfilms dann zu pitchen, um Geld vom Kulturamt zu bekommen.
00:06:44: Gestern hatten wir auch wieder die Pitching Sessions und man muss sagen dass das glaube ich mittlerweile immer.
00:06:50: also die Stoffe werden immer krasser muss man sagen.
00:06:52: Also inhaltlich die Professionalisierung steigt an und wir versuchen auf jeden Fall immer für den Film nach Wuchs in der Region in Westfalen natürlich auch so die Brücke in die Branche zu sein.
00:07:04: deswegen ist es so toll, dass jetzt auch branschen Vertreterinnen hier auch vor Ort sind.
00:07:08: Ja vielen Dank!
00:07:10: Das hört sich doch gut an
00:07:11: Und das ist konkret für die Pitching, da muss man Münster-Bezug haben.
00:07:16: Ja genau!
00:07:16: Das ist ein Münster Menschenweil des Kultur und Münster mitfinanziert.
00:07:20: Genau ich bin Sonja vom Filmbüro NW.
00:07:23: Da mache ich seit circa fünf sechs Jahren jetzt die Geschäftsführung.
00:07:26: Wir sind ein Interessensverband für Filmschaffende aus gesamten Nordrhein-Westfalen Und bieten unter anderem ein ziemlich tolles Beratungsprogramm an.
00:07:35: Allerdings nicht für Studierende, weil wir da auch nur ein kleines Budget haben und weil wir immer gesagt haben also Studierenden müssen die HochschulduzentInnen in die Pflicht genommen werden und die Beratung leisten.
00:07:47: Weil wenn man Filme an einer Hochschule anbietet dann sollte man auch Leute haben, die da zur Auskunft geben können.
00:07:52: Das ist leider nicht immer der Fall wie ich merke.
00:07:54: Ich krieg sehr oft Mails von Studierendern was sich sehr gut verstehen kann und findest halt über selber blöd dass ich jetzt keine Beratungen vermit darf.
00:08:02: Aber da geben wir auch, versuchen wir Tipps zu geben auf die wir jetzt heute bei dem Panel auch eingehen wollen.
00:08:08: also Wir sind ein Interessensverband für Filmschaften das heißt wir setzen uns filmpolitisch auch einen für die Filmkultur in NRW und wir stellen zum Beispiel die Jurymitglieder für die sogenannte vereinfachte Förderung innerhalb der Film- und Medienstiftung NRW.
00:08:23: Wir stellen auch immer zwei Jury Mitglieder für Die Abschlussfilmförderungen.
00:08:27: auch darüber können wir nachher gerne noch reden.
00:08:30: Vielen, vielen herzlichen Dank.
00:08:32: Wie schön dass das mit dem Panel hier geklappt hat!
00:08:33: Ich glaube alle sind sehr gespannt was wir heute alles herausfinden und lernen.
00:08:37: Vielen dank für eure Arbeit, für euren Engagement und dann würde ich sagen starten wir mal ins Programm.
00:08:43: Einen großen Applaus nochmal für Steffi Köhler und Sonja Hoffmann.
00:08:53: Ja
00:08:53: also erst einmal kurze Frage noch wer von euch würde sich als Nachwuchs oder Talentfilmmacher in Bezeichnen?
00:09:01: Einmal bitte Hände hoch.
00:09:02: Ja okay, würde ich schon mal sagen direkt neunzig Prozent.
00:09:05: Das heißt das geht euch auf jeden Fall hier was anst doch dann seid ihr ja in der richtigen Adresse.
00:09:09: wer von euch hatte schonmal etwas mit dem mit der Filmwerkstatt Münster zu tun?
00:09:14: Okay auch die meisten!
00:09:16: Wer ist aus Münster?
00:09:18: Ok auch Ich würd' sagen sechzig Prozent.
00:09:21: und wer hat er schon Mal Was Mit Dem Filmbüro NW Zutun?
00:09:24: Ahja auch, auch!
00:09:27: Vierzig ... zweiundvierzig Prozent würde ich jetzt mal so schätzen.
00:09:32: So, jetzt kommen noch die letzten.
00:09:33: Ein letzter Nachzügler setzt sich gerne hin.
00:09:36: Wir wollen loslegen und wir fangen an!
00:09:44: Es geht um den Nachwuchsfilm, es geht um die Filmförderung und vor allem um Erstlingswerke.
00:09:50: weil sie ja immer noch als große Eintrittskarte in die Film Förderung betrachtet werden sind die Arbeitsbedingungen unter denen diese Erstlingswerke produziert werden.
00:10:04: Das findet ja viel auch im Lobudget-Bereich der Förderung statt, da sind die Arbeitbedingung prekär.
00:10:09: Die Leute können nicht unter den normalen Tarifgegebenheiten bezahlt werden und wir wollen uns fragen muss das so sein?
00:10:18: Kriegen wir das vielleicht auch anders hin?
00:10:19: Was gibt es für Optionen?
00:10:20: und deswegen begrüßt jetzt bitte mit einem ganz, ganz großen Applaus.
00:10:24: Mit mir unsere Penelistin Katharina Huber, Jacqueline Jansen, Marianna Schneider und als Replacement für die leider kranke Jennifer Stahl.
00:10:33: Sollen ja hoffen wir nochmal vom Film-Beruch.
00:10:37: Setzt euch gerne in keiner vorgegebenen Reihenfolge oder mischt euch doch so ein bisschen durch!
00:10:43: Also, ich fange mal mit einem kleinen Intro an.
00:10:46: Ich stelle euch einfach mal alle vor damit ihr wisst wer ist.
00:10:52: Ihr dürft dann gerne winken und zwar... Ich fange mit dir an Katharina?
00:10:55: Katharina Huber, du hast an der KHM studiert.
00:10:59: DAD-Stipendium vom Royal College of Art in London mitbegründerin einer Produktionsfirma, mit der du deine ein Aktesdoku Out Of The Gardens produziert hast.
00:11:10: was da drin?
00:11:11: Darstellerin Second Camp Korrigi.
00:11:13: bei deinem Annationsfilm Der natürliche Tod der Maus hast du den deutschen Kurzfilmpreis gewonnen und mit deinem Langfilm einen schönen Ort liefst du auf dem Lokalfilmfestival.
00:11:24: Du hast die beste Nachwuchsregie bekommen und auch noch den Preis für die beste Produktion in Hamburg.
00:11:34: Und jetzt wartest du gerade auf die Finanzierung für den Gesang der Schnecken und hast einen Kurzfilm selbst finanziert, Spät-Ernte also ganz umtriebig bitte.
00:11:43: ein großen Applaus für Katharina Huber!
00:11:48: Dann Jacqueline Janzen, du bist Autodidaktin aus NRW.
00:11:55: Aus Erkilens.
00:11:56: Wir haben vorhin noch darüber geredet wo Erkilins liegt.
00:11:58: ich war noch nicht da aber hey who knows.
00:12:01: und Du hast im Jahr two thousand nineteen ein Doklangfilm gemacht no way home den Du gleich in Deutschland und in den USA gedreht und produziert hast Und hast jetzt mit sechs Wochenamt dein Debüt auf dem Filmfest München gefeiert und da direkt natürlich Preise abgesahnt.
00:12:17: Und zwar für die beste Produktion, dann schauspielerische Leistung und dann den Fipreschi Award, den ich jetzt richtig ausgesprochen habe.
00:12:26: Yay!
00:12:28: Das sechs-Wochenamt hast du in der Pandemie entwickelt und Alternative finanziert.
00:12:33: Da werden wir gleich darüber ausgeblich sprechen aber herzlich willkommen.
00:12:36: erstmal Jacqueline Jansen
00:12:37: Hallo zusammen.
00:12:42: Und ich mache mit dir weiter, Mariana Schneider Förderberaterin bei der Hessen Film und Medien vor allem für den Bereich Nachwuchs- und
00:12:51: Debüt.
00:12:52: Du hast Master in Audiovisuals und Cinema Studies gemacht was Produzenten für TV-Dokos Atelier Ludwigsburg Paris also eine Aka dann kurz als frei berufliche Redakteurin für Arte und jetzt bist du sozusagen wieder in dem Fördersystem auf der Förderseite.
00:13:11: Und was aber auch ganz, ganz wichtig beim Kuratorium junger deutscher Film.
00:13:15: vielleicht habt ihr sie deswegen auch schon mal gesehen auf dem Max Hofwühls Festival zum Beispiel?
00:13:20: Und genau herzlich willkommen!
00:13:22: Ich freue mich sehr dass du da bist.
00:13:24: ich mich auch.
00:13:24: hallo
00:13:28: So, und Sonja dich haben wir jetzt gerade schon einmal kurz kennengelernt.
00:13:31: Du bist nicht nur die Leiterin des Filmbüros NW sondern auch die Leiterin des Filmfest Lühnen Und genau ihr habt zusammen wie gesagt dieses Panel ins Leben gerufen und das hatte ja schon einen ersten Auftakt in Lühn auch und wir wollen einfach diese Diskussion weiterführen und ich würde sagen lange Rede kurzer Sinn.
00:13:49: Wir starten jetzt erstmal direkt mit einer Frage an dich Marianne Was ist denn der Status quo bei der Förderung im Bereich?
00:13:57: Nachwuchs, welche Förderung gibt es?
00:13:59: Vielleicht vor allem in Bezug auf Hessen.
00:14:01: Aber kannst du uns vielleicht so einen kleinen Einstiegsüberblick
00:14:04: verschaffen?".
00:14:05: Ja das mache ich gerne und vielen, vielen Dank für die Einladung!
00:14:10: Das ist ja auch für mich jetzt eigentlich total cool.
00:14:11: Jetzt komme ich quasi von der Hessen Film, von einer anderen Region aber an sich... Im Kern funktionieren ja die Regionalförderung alle ziemlich ähnlich.
00:14:21: Sie haben dann verschiedene Programme, aber es ist natürlich auch total cool mal außerhalb von den Grenzen in Kontakt zu kommen ein bisschen zu erzählen.
00:14:28: Was gibt es hier?
00:14:29: Wie kann man sich vielleicht auch vernetzen?
00:14:31: Weil das Vernetzen ist definitiv eine der großen Stärken und das ist auch von der Seite der Förderungen einfach so.
00:14:39: Genau jetzt der Überblick, der fällt ein bisschen gröber aus und so.
00:14:41: Aber wir können ja dann gucken wo sie es hinterher hin entwickelt und da kann ich auch gerne noch mal mehr ins Detail gehen.
00:14:47: Also grundsätzlich ist das so... Ich würde sagen die Talentförderung sollte a no-brainer sein.
00:14:54: Das sollte für alle einfach extrem wichtig sein!
00:14:59: Und es ist auch so dass viele Förderungen das in den Fokus rücken.
00:15:05: Es gibt verschiedene Programme, die beziehen sich einmal auf die Projektförderung also wirklich um Drehbücher, um Projekte, um Produktionen einzureichen und es gibt dann noch an den Standorten unterschiedliche Programme
00:15:19: ,die
00:15:21: wie soll ich sagen eher darauf abzielen zum Beispiel den Einstieg in die Branche zu ermöglichen.
00:15:27: Also sozusagen
00:15:29: gibt es Die
00:15:30: Branchenqualifizierung heißt das konkret bei Hessen-Film, also Möglichkeiten eine Art Praktika fördern zu lassen.
00:15:36: Gibt es die Möglichkeit irgendwie Jobshadowing zu machen?
00:15:40: Dafür gibt es verschiedene Programme und da wie gesagt haben eigentlich alle Regionen oder die Länderförderer ein bisschen unterschiedliche Angebote je nachdem auch was der Schwerpunkt am Standort
00:15:49: ist.
00:15:51: Und dann gibt es auch noch auf Bundesebene der Zeit bei der FFA, bei der Filmförderungsanstalt die Möglichkeit Projektförderung Vorbereitungsförderung oder Produktionsförderungen einzureichen.
00:16:03: Das wird, du hast jetzt schon gesagt ich habe irgendwie eine Vorgeschichte mit dem Kuratorium junger deutscher Film.
00:16:09: das wird dorthin übergehen und dann gibt es quasi auch auf übergeordneter
00:16:16: föderaler
00:16:17: Stelle einer Anlaufstelle für speziell erste und zweite Filme vorhaben.
00:16:21: dass so als ganz kurze Zusammenfassung.
00:16:24: Vielen lieben Dank!
00:16:25: Ich glaube was Wir werden auf jeden Fall später auch so darüber sprechen, ob und wie sinnvoll es ist sich auch mal die Filmförderung von anderen Bundesländern anzuschauen.
00:16:34: Auch in Bezug auf irgendwie überregionale Kooperationen.
00:16:37: Das werden wir auf jeden fall im Hinterkopf behalten.
00:16:39: Deswegen ist das auf jedenfall auch für Menschen aus Münster Spannend jemand von der Filmpörderung in Hessen einfach auch kennenzulernen Und ich glaube dieser persönliche Kontakt ist auch einfach sehr wichtig.
00:16:51: Jetzt wollen wir direkt mal starten.
00:16:55: Was waren denn deine Erfahrungen mit der Förderung deines Filmprojektes?
00:17:02: Ja, also wo fange ich da an.
00:17:04: Ich habe ein anderes Projekt gehabt was ich geschrieben habe, das vom Kuratorium unterstützt wurde und von einer Drehbuchförderung unterstützt wurden.
00:17:14: Das Buch war fertig und hat keine Finanzierung gefunden.
00:17:19: Und ich hab dann irgendwann gemerkt dass ich mich die sind institutionellen Strukturen und diese Abhängigkeit lösen möchte.
00:17:28: Weil ich habe gestern schon gesagt, ich nenne mich Filmemacherin aber riehe nicht so und das wollte ich.
00:17:33: Ich wollte es unterbinden und habe dann erst die Idee gehabt, ich mache ein Film.
00:17:40: Ich finde zehn Leute, die Geld haben und jeder gibt fünfzig tausend, dann kann ich irgendwie mit fünfhunderttausend Euro in den Film drehen.
00:17:47: Und es ging von der finanziellen Seite aus dieses Projekt.
00:17:51: also wie kann ich einen Film finanzieren?
00:17:53: Und dann kam erst die Idee zu diesem Film.
00:17:56: Dann habe ich gesagt, okay das ist das Thema und das ist der Film für den ich irgendwie diesen Weg gehen kann.
00:18:02: weil von Anfang an wusste ich, ich möchte gerne Menschen finden oder dafür gewinnen einen Film zu finanzieren unabhängig von Filminstitutionen oder Filmförderungen beziehungsweise ich wollte das kombinieren und genau mir war es wichtig dass die Menschen auf dem Projekt nicht normal finanziert werden, weil das weiß ich.
00:18:27: Das ist ein bisschen utopisch Freigelderaufzustellung diesen Filmen in dem Maßen zu finanzieren, dass die Leute alle finanzierend bzw.
00:18:36: Geld bekommen.
00:18:37: und deswegen habe ich gesagt okay Ich mache eine freie Finanzierung und ich versuche Förderungen zu bekommen.
00:18:43: Dieser Film hat keine Förderung bekommen.
00:18:45: Wir haben zwei Runden probiert bei vier Förderungs- und vier Institutionen Und dann blieb am Ende nur das Geld, was ich frei finanziert habe oder gesammelt habe.
00:18:55: Und freifinanziert?
00:18:56: Das bedeutet du hattest ja da eine richtige Struktur eigentlich auch über zwei Jahre lang an Türen geklopft und den Telefonhörer in die Hand genommen.
00:19:04: Genau
00:19:05: also es gab eine Potential List.
00:19:08: Ich hab einfach alle aufgeschrieben, die ich kenne aus meiner Heimatstadt und habe etwas sehr naheliegendweise Themen bezogene Partnerschaften gesucht.
00:19:17: der Bestatter aus der Stadt Menschen vielleicht nicht kenne, wenn man bei einer Tür anklopft dann sagt er vielleicht nein oder die.
00:19:29: aber die sagen ach frag doch mal da.
00:19:30: und das habe ich über zwei Jahre gemacht.
00:19:34: Und habe dann festgestellt dass ganz viele Menschen, die nichts mit Filmen zu tun haben, aber die wollen Projekt unterstützen, die wollen Kunst unterstützen oder in dem Fall jetzt Film.
00:19:43: und genau sind dreiundzwanzig PartnerInnen am Ende geworden ... die diesen Filmen dann finanziert haben.
00:19:50: Und
00:19:50: insgesamt waren es... ...sechsundneinzigtausend Euro, ...die du selber an Land gezogen hast?
00:19:56: Respekt!
00:20:01: Ja das ist, ähm ich meine wir alle wissen, sechsohnneinzigtausende Euro ist viel Geld aber es reicht natürlich nicht aus um die Menschen zu bezahlen und deswegen ist es mir auch noch mal wichtig dass irgendwie allen bewusst ist, dass dieser Film nur entstehen konnte mit sechsenneinzehntausenden Euro weil alle auf ihr Gehalt verzichtet haben.
00:20:22: der entscheidende Faktor an gewesen.
00:20:24: Selbst eine Aufwandsentschädigung war da nicht mehr mit drin?
00:20:27: Nee, alle haben auf Gehalt verzichtet.
00:20:30: es gibt Rückstellungsverträge das wenn der Film Geld macht dass alle beteiligt werden aber es hat keiner kein Gehaltspunkt.
00:20:36: Wie viele
00:20:36: Drehtage hattet ihr insgesamt?
00:20:37: Vierundzwanzig.
00:20:38: Ah ja ok!
00:20:39: Das ist auch echt ne lange Zeit.
00:20:41: Ja wow und Katharina wie war das bei dir?
00:20:43: vielen Dank fürs Teilen.
00:20:44: erstmal
00:20:45: Ich war sehr ungeduldig Und wusste dass ich für mein also ich habe zwar schon vorher, wie du netterweise gelesen hast.
00:20:55: Einiges gemacht.
00:20:58: Das letzte was damals bei mir erfolgreich gelaufen war mein Kurzfilm mit dem Kurzfilmpreis.
00:21:04: und da war ich an einem Punkt wo ich dachte okay jetzt traue ich mich meinen eigenen komplett geschriebenen Film zu realisieren.
00:21:14: dennoch hatte ich nicht das Gefühl dass man mir sofort das große Budget geben wird Und ich hatte
00:21:20: trotz
00:21:21: des Erfolgs davor irgendwie das Gefühl, ich muss es erst mal noch beweisen.
00:21:25: Und mir aber auch klar, ich möchte jetzt nicht zwei, drei Jahre eben rumwandern und irgendwo versuchen Geld zu finden.
00:21:33: Deswegen habe ich mich direkt nur bei der vereinfachten Förderung in Nordrhein-Westfalen beworben.
00:21:38: Es hat ja auch geklappt.
00:21:39: Ich glaube nach ganz vielen Jahren war ich die erste, die die volle Summe bekommen hatte.
00:21:44: bis dahin wusste ich gar nicht dass sie da sind hunderttausend Euro.
00:21:49: Ich dachte bis dahin maximale Summe ist achtzigtausend, weil ich kannte niemanden der mehr bekommen hat.
00:21:54: Und als ich den Antrag gemacht habe, hab' ich die ganzen Regularien sehr genau studiert und dann habe ich gesagt hunderttausende so okay.
00:22:01: also
00:22:01: das ist kurz für die dies nicht kennen in einer Film- und Medienstiftung an der Wege gibt es die Die große und die kleine Förderung wird es auch gern genannt.
00:22:08: Früher war das im DP-I, so eine B-Zwei.
00:22:10: Die B-zwei heißt aber eigentlich die vereinfachte Förderungen.
00:22:13: Und das ist die kulturelle Filmförderung, die früher das Filmbüro NW als es in den Neunzehn Achtzig sich gegründet hat selber vergeben hat.
00:22:21: Das ist ne low budget Filmpörderung diese vereinfachte Fördererung.
00:22:25: Das sind eben die Höchstsumme, die man für einen Spielfilmprojekt kommen kann.
00:22:29: Genau!
00:22:30: Ich hatte das Glück dass ich das erhalten habe Und wie ich sagte, weil ich sehr ungeduldig war habe ich gesagt gut dann versuche ich das jetzt damit umzusetzen.
00:22:41: Im ersten Moment dachte ich mir die sind ja verrückt, sie haben doch meine Kalkulation gelesen es geht auch gar nicht so.
00:22:47: aber ja also eine ähnliche Summe.
00:22:51: sagen wir mal so dass ist das Budget was sich von der Stiftung kommt aber die offizielle Summe ist noch plus zwanzig Prozent weil es ist ein Zuschuss von achtzig Prozent.
00:22:58: Die anderen zwanzige Prozent sind letztendlich Teilungen vor allem meinerseits.
00:23:07: Genau und ich hatte aber in dem Sinne Glück im Unglück, weil dann kam die Pandemie.
00:23:13: Wir mussten natürlich den Dreh auch ein bisschen verschieben dadurch und irgendwann mal haben wir es dann auch gewagt und gesagten wir drehen und das Glück bestand darin dass natürlich ja alles geschlossen hatte.
00:23:24: niemand durfte so wirklich viel machen.
00:23:27: Das heißt wir haben ganz viele Dinge viel viel günstiger bekommen.
00:23:29: zum Beispiel die Unterkünfte haben wir sehr starker Rabatte von den Vermietern und Vermieterin bekommen, weil sie durften ja eh niemanden beherbergen.
00:23:39: Erseiden ist es irgendwie beruflich
00:23:40: relevant?
00:23:41: oder wir haben in so einem Dorf in der Eifel gedreht, Aufenthaltsräume
00:23:45: usw.,
00:23:46: die durften nicht benutzt werden.
00:23:47: dann haben wir ein Gemeinderasaal von einer Kirche bekommen also unsso.
00:23:53: weiter Und zum Thema Leute bezahlen.
00:23:57: Natürlich konnte ich niemanden tariflich bezahlen, meine Lösung war aber erstens das Team so klein wie es nur geht zu halten.
00:24:04: Das heißt unsere Aufgabenbereiche waren auch fließend.
00:24:08: Jeder fühlte sich in irgendeiner Form verantwortlich gab natürlich Departements Aber dennoch haben alle mit angepackt und Ich habe eine Ein Bezahlsystem dass jeder das gleiche pro Redakt bekommt egal ob sie die Schauspielerin ist oder der Kameramann oder der Koch.
00:24:23: Genau, damit haben wir das sehr gut gekocht.
00:24:26: Der kocht!
00:24:28: Da kann man sehr viel am Catering sparen und der hat fantastisch gekogt.
00:24:33: bei uns haben Leute zugenommen.
00:24:36: Beim Drehen einer der Darsteller hat gesagt ja ich hätte das nicht durchgehalten wenn das Essen nicht so gut gewesen wäre.
00:24:44: Also man muss dann kreativ sein.
00:24:46: vielleicht hast du da auch zu erzählen?
00:24:48: Wie man dann so bestimmte Dinge löst, natürlich Sponsorings angefragt für viele Dinge und man nimmt eben überall was man hat.
00:24:58: EDK wir durften mal mit einem Einkaufswagen durch.
00:25:02: der Bäcker im Dorf hatte uns immer das Brot vom Vortag gegeben oder die ganzen Teilchen Alkohol ist wichtig muss man auch irgendwo her kriegen.
00:25:13: und wir hatten auch Glück mit Sponsoring.
00:25:17: Und natürlich am Ende sind das ja die Menschen.
00:25:22: Die haben irgendwann das Projekt geglaubt, die hatten alle sehr große Lust teilzunehmen und nur so kann sowas entstehen.
00:25:32: Das heißt aber du hast dich bewusst dafür entschieden aus Ungeduld zu sagen okay ich nehme diesen kleineren Förderbetrag in Kauf dafür dass sich mein Film überhaupt erst mal machen kann weil mir ist es wichtiger erst mal meinen Film gemacht zu
00:25:47: haben.
00:25:47: Genau, richtig!
00:25:49: Vielleicht auch so eine Unsicherheit auch heraus weil ich dachte okay... Ich habe noch nicht das ganz große Ding vorzuweisen um zu beweisen.
00:25:56: Ich kann jetzt garantieren dass es ein toller Film wird.
00:25:59: Dachte ich, ich
00:26:00: versuche das
00:26:01: auf diesem Wege.
00:26:02: der Vorteil ist natürlich und vor allem bei der vereinfachten Förderung weist eher so künstlerische Ausrichtungen hat.
00:26:10: man is ja schon sehr frei und wenn ich das alle selbst mache Kann ich auch viel mehr inhaltlich ins Risiko gehen.
00:26:16: In der Form kann ich ins Risikogen, weil da niemand dahinter sitzt und das in irgendeiner Form reglementiert.
00:26:23: Das habe ich auch den Leuten im Team gesagt.
00:26:26: Wir probieren es wir wagen jetzt was und gucken wenn wir scheitern ist blöd.
00:26:31: aber diese Option nehmen wir jetzt einfach in Kauf Und dass war eigentlich ganz schön so zu arbeiten.
00:26:38: Das ist mir nicht kurz einhaken darf.
00:26:41: vielleicht Einer der Vorteile, weil ich meine niemand würde sagen toll.
00:26:46: Ich beute mich selbst aus keiner kriegt Geld das ist natürlich eigentlich alles gar nicht gut.
00:26:51: aber diese Freiheit hat man tatsächlich diese künstlerische Freiheit weil in der großen Produktionsführung Förderungen wenn du ein Sender zum Beispiel dabei es gibt immer unheimlich viele Leute die so gerne mitreden möchten und dass ist tatsächlich bei der bei der p-zwei bei der vereinfachten Förderung da hast Du dann Deine Freiheit und es ist ein Zuschuss, also diese Aufmerksamkeit man komplett die muss man nicht zurück bezahlen.
00:27:15: Genau nur dass das mal vorweg gesagt ist.
00:27:17: wir werden uns natürlich jetzt über eure Erfahrungswerte unterhalten und sagen okay was hat geklappt?
00:27:21: Was hat vielleicht nicht so gut geklappt?
00:27:23: aber das soll natürlich nicht bedeuten, dass wir nicht auch kritisch hinterfragen können.
00:27:27: Wir wollen auf jeden Fall auch nachher mit euch in den Diskurs gehen und zu sagen ok was musste ich strukturell ändern?
00:27:32: Und was sind vielleicht auch die Vorteile und die Nachteile von diesen alternativen Förderungsmöglichkeiten?
00:27:37: oder wenn man sagt, okay, man möchte unbedingt etwas machen.
00:27:41: Man macht es low budget wie lange kann man das zum Beispiel auch machen?
00:27:43: Wer kann sich das leisten?
00:27:45: Da reden wir auf jeden Fall auch drüber nachher.
00:27:48: ich würde aber trotzdem erst mal nochmal gerne darüber sprechen.
00:27:50: also du hast gesagt ok da gab's vielleicht so einen gewissen Anteil eine Sorge.
00:27:57: Also die große Förderung möchte vielleicht mein Film nicht finanzieren bzw.
00:28:01: Du wurdest auch unter anderem mit dem Projekt an vier Stellen abgelehnt, was habt ihr als extra Hürden empfunden?
00:28:10: Lkl woran hat es gelegen und wie bekommt man vielleicht und das wäre dann eine Frage in dich Marianne Wie bekommt man zum Beispiel Vertrauen von einer Filmpförderung?
00:28:21: Wie bekommt Man Was Auch oft Als Ja Als Extra noch dabei sein muss, ein Verleier dazu mit einem zusammenzuarbeiten.
00:28:29: Was gab es dafür Hürden die ihr wahrgenommen habt?
00:28:32: Also ich glaube meine Hürde ist dass ich einen Wohnsitz in Berlin habe aus NRW komme und ein Film in NRW gedreht habe der nur aus Geld oder überwiegend aus Geld finanziert wurde was aus NRWe gekommen ist was da reinfließt das alles klar war.
00:28:53: aber Also das ist ja nur meine Vermutung.
00:28:56: Ich weiß nicht, man kriegt immer einen Brief oder ein Feedback wie so was halt warum?
00:29:04: Aber ich bin, wie gesagt, ich bin nicht Fisch und nicht Fleisch, was bei Förderungen auch oft schwierig ist wenn es nicht richtig zuzuordnen ist wo wohnt jetzt die Person oder wo gibt sie das Geld aus?
00:29:17: also diese ganzen Regularen Das wurde mir auf jeden Fall gesagt.
00:29:24: Ich habe bei der P-Zwei auch Geld beantragt, das wurde mir ganz klar gesagt.
00:29:29: Warum hast du eine Münchner Produktionsfirma bist in Berlin gemeldet und beantragst dir das Geld?
00:29:33: Also neben sicherlich Inhaltlichen und weiß ich nicht was Sachen, weswegen Anzahl von Einreichungen
00:29:41: usw.,
00:29:41: aber das war auf jeden Fall ein Punkt, der uns da ans Herz gelegt wurde.
00:29:47: Also ich wollte überlegen, was noch ...
00:29:49: Ja Katharina, du kannst ja vielleicht auch noch... Also
00:29:52: ich muss ja zu ihm.
00:29:53: so gesehen, hatte ich ja keine Hürden.
00:29:59: Ich hatte eigentlich eine Drehbuchförderung auch von der vereinfachten Förderung gehabt und für das selbe Projekt und dann genau diese Produktionsförderungen bekommen.
00:30:09: So gesehen lief es glatt
00:30:11: aber trotzdem hast du gesagt Du möchtest
00:30:13: nicht.
00:30:13: weil ich eben gedacht ist es unwahrscheinlich, dass wenn ich so bin wie ich da in dem Moment aufgestellt war jetzt irgendwie größere Summen zusammenkriege ohne jetzt wieder drei vier Jahre zu warten und durch verschiedene Produktionsfirmen hindurchzugehen.
00:30:29: Deswegen dachte ich mache selber was ja auch mögliches bei der Vereinfachen Förderung man muss auch keine Firma sein Man kann's quasi als Individuum beantragen und auch umsetzen.
00:30:40: Und deswegen habe ich das gemacht nicht weil ich nicht mehr Geld haben wollte, aber weil ich dachte, ich will jetzt nicht zu lange warten.
00:30:48: Weil auch das Gefühl hatte, ich bin jetzt in einem Alter wo das mal passieren müsste.
00:30:55: Aber das heißt ja trotzdem also außerhalb von sozusagen dem Wunsch natürlich dass man mehr Geld bekommt, du hast es ja nicht gemacht, weil du dachtest die Wahrscheinlichkeit ist nicht so hoch.
00:31:07: Das heißt es gibt ja außerhalb vom Inhalt eines Stoffes und Du hattest ja schon einen Kurzfilmpreis gewonnen und du hattet es schon deinen Dok-Lang-Film gemacht.
00:31:16: Gibt es trotzdem weitere Hürden über die man vielleicht mal sprechen muss, was einem da noch im Weg steht?
00:31:23: Also ich habe einen langen Dokumentarfilm gemacht der auf zwei Festivals lief und einen Preis gewonnen hat.
00:31:27: das zählt nicht glaube ich.
00:31:29: also das war eine Erfahrung von diesem Drehbuch was zwar zweimal gefördert war aber eben keine Produktionsförderung bekommen hat.
00:31:40: Ich bin Autodidaktin, ich habe nicht studiert.
00:31:42: Das heißt auf viele Töpfe kann ich gar nicht zugreifen.
00:31:45: Ich kann viele Sachen gar nicht beantragen und manche Sachen auch gar nicht beeinreichen was bei der PZW einfach super war.
00:31:53: Ich dachte das ist hundert Prozent genau mein Topf weil er eben sagt für QuereinsteigerInnen marginalisierte Gruppen glaube ich ist da auch so.
00:32:03: Und aus dieser Erfahrung von diesem anderen Projekt wusste ich schon Okay, ich werde jetzt nicht bei der per-eins Geld verantragen oder ich werde nicht... Also man ist schon ein bisschen gebrannt mag sozusagen aus Erfahrungen.
00:32:20: Oder einen Gefühl sozusagen.
00:32:22: glaubt man man schafft das jetzt mit diesem Projekt irgendwie diese großen Förderung zu bekommen?
00:32:27: Dann habe ich eher daran geglaubt Ich glaube ich schaffe es eine Summe zusammenzustellen und diesen Film dann mit vielleicht eher weniger Geld zu drehen weil es genau wie du sagst am Anfang Wir brauchen diesen langen Film als Filmmacherin, um zu zeigen, okay wir können was oder haben etwas zu erzählen.
00:32:47: Da reichen nicht immer... Also es gibt natürlich Ausnahmen aber nicht immer Kurzfilmer.
00:32:53: Das werden wir uns auf jeden Fall merken für unsere spätere Diskussion.
00:32:56: Brauchen wir denn diesen langer Film wirklich?
00:32:59: Das ist glaube ich vielleicht auch eine sehr spannende Frage.
00:33:02: Marianne wie siehst du das aus deiner Perspektive?
00:33:05: Ich versuche auf ein paar Punkte einzugehen bedeutet, dass ich das Gefühl habe, dass die Förderungen all dem schon begegnen können eigentlich und es eigentlich irgendwie anders läuft.
00:33:15: Sondern ich glaube oder ich sehe sehr, dass einfach die Realität ist gerade mit dem langen Abschlussfilm.
00:33:21: Ich glaube eine Sache, die grundsätzlich extrem wichtig ist, ist einfach ein Kontakt, ein persönlicher Kontakt und eine Ansprechbarkeit weil man vielleicht dadurch im Prinzip schon im Vorfeld Sachen gut besprechen oder also einfach rausfindet Was ist gerade der Fokus, die Förderung?
00:33:37: Da gibt es natürlich Dinge, die stehen in der Richtlinie.
00:33:38: Andere Sachen erschließen sich vielleicht im Gespräch einfach noch mal so eine klare Ermutigung und das finde ich auch total wichtig für die Arbeit der Förderer im Prinzip ansprechbar sein eigentlich weit bevor der Antrag schon gestellt wird, dass man einmal über den Inhalt spricht.
00:33:54: Aber auch darüber wie sieht es gerade bei uns aus?
00:33:57: So gesagt also wenn im Prinzip die finanzielle Lage für eine Sitzung spät im Jahr zum Beispiel total knapp ist dann muss ich nicht Projekte ermutigen dort reinzugehen mit Fördersummen, die wir vielleicht gar nicht mehr bedienen können und das ist jetzt nur ein Beispiel.
00:34:12: aber das ist glaube ich total wichtig, das im Prinzip schon vorher zu machen.
00:34:17: Dann Das ist zum Beispiel bei der Nachwuchs- beziehungsweise Talentfilmförderung, bei der Hessen Film so.
00:34:25: Da weiß ich auch dass das fürs Kuratorium so sein wird.
00:34:29: quasi solche extra Hürden wie der Verleih muss schon zugesagt haben, der Sender muss schon zu gesagt haben, dass das nicht gemacht wird sondern dass eigentlich die Förderung eine erste Ansprechstelle sein kann.
00:34:41: Das ist glaube ich total wichtig.
00:34:44: Jetzt habe ich ein bisschen mit dem Fahren verloren, aber eine Sache hatte ich auf jeden Fall noch Und, ah ja genau.
00:34:49: Die dritte Sache ist eigentlich und ich meine das gab es jetzt auch glaube ich bei dir und so aber grundsätzlich eigentlich ein Ausbau der Möglichkeiten der Entwicklungsförderung weil das ist vielleicht schon je früher mit einem Projekt eine Förderung ansprechbar ist.
00:35:05: natürlich gibt es überall Stoffentwicklungsfördernungen Drehbuchentwickungsförderungen Aber vielleicht kann das ja auch schon früher sein Weil auch das ermöglicht einfach rauszufinden wo steht das also wo stehtes Projekt?
00:35:16: die Ressource eigentlich früh reinzugeben, das heißt je mehr für die Entwicklung zur Verfügung steht.
00:35:22: Da ist ja dann auch die Idee dass eigentlich dann quasi all diese.
00:35:26: also wenn es dann inhaltliche Fragen gibt ah wo geht das Projekt hin?
00:35:29: Ah traut man es den Personen zu mit einer auskömmlichen Entwicklungsförderung und mittler längeren Entwicklungszeit sollten diese Fragen ja auszuräumen sein.
00:35:39: Ich würde mal ganz kurz noch für NRW ergänzen.
00:35:42: Also das ein wertvoller Punkt, den du genannt hast frühzeitig sich da mal zu melden nicht erst einen Tag bevor die Frist endet oder so.
00:35:51: es ist auch Voraussetzung bei der Film- und Medienstiftung NRW dass man Beratungsgespräch mit der zuständigen Person findet.
00:35:57: ihr alles auf deren Webseite Die AnsprechpartnerInnen vorher das Gespräch führt Bevor man den Antrag stellt.
00:36:04: Das ist auch sozusagen Pflicht Und das sollte man nicht zu knapp.
00:36:08: Und wenn man dann merkt, ich habe aber noch weiteren Beratungsbedarf.
00:36:12: Dann sich umschauen in der Branche.
00:36:13: Wer könnte mir die Beratung geben?
00:36:15: Also wir geben ja wie gesagt zum Beispiel so eine Beratungen.
00:36:17: Wenn man merkt bei der Kalkulation, da haben es bei mir aber noch.
00:36:21: können wir zum späteren Zeitpunkt noch dazu kommen, was es noch so für verschiedene Formate gibt wo man sich dann hinwenden kann.
00:36:26: Das ist super wichtig weil ihr müsst euch echt klar machen da landen super viele Anträge!
00:36:31: Es ist eine Jury die dann aus sechzig oder noch mehr anträgen so ein paar rausfiltern muss und dann musst du dir da überzeugen mit eurem Antrag.
00:36:39: Du musst klar sein hey da will jemand echt etwas und da entsteht ein spannender Film draus.
00:36:45: das glaube ich echt essenziell sich da frühzeitig sehr gute Gedanken zuzumachen, um einen echt guten Antrag abzugeben auch.
00:36:53: Also finde ich enorm wichtig dieses Gespräch auch zu suchen und sich aber auch klar zu machen.
00:36:59: es sind viele so die das gleiche wollen und es wird auch weiter gekürzt.
00:37:03: also es ist und deswegen sprechen wir heute auch unter anderem über Alternative Möglichkeiten, weil die öffentliche Förderung allein und mit der Talentfilmförderung.
00:37:11: Weil du es jetzt gerade angesprochen hast diese bundesweite Förderungen das ist tatsächlich auch ein extra Budget nur für die Talente.
00:37:18: Das ist eigentlich super.
00:37:19: Es ist nur noch nicht am Start.
00:37:20: Es wird dann wahrscheinlich nächstes Jahr soweit sein.
00:37:23: im Moment läuft es noch über die FFA.
00:37:25: Das ffg wurde novelliert und eigentlich sollte dieses Jahr irgendwann das schon mal an den Start gehen, aber an und für sich erstmal super dass es für den Nachwungsfilm da eine eigene Förderung gibt.
00:37:38: Also
00:37:38: sich auf jeden Fall nicht scheuen, das Gespräch zu suchen.
00:37:41: Weil letztendlich sind ja die Leute, die diese Förderentscheidung treffen bzw auch die Leute die dort einfach beraten über den Antrag.
00:37:46: Das sind ja auch alles nur Menschen und sie wollen natürlich auch dass ihr den besten Antrag einreich der euch möglich ist.
00:37:53: Und ich hatte jetzt zum Beispiel auch letztens einen so mein erstes Förder vorgespräch und habe dann gemerkt okay, die Zeit ist jetzt irgendwie so ein bisschen knapp.
00:38:01: Ich glaube reicht das irgendwie erst bei der nächsten Runde ein.
00:38:04: Aber allein dieses Gespräch zu führen, da bin ich noch mal meine Sachen durchgegangen und war dann so ah okay die ticken so und so und das ist wichtig!
00:38:11: Das hat einem schon total viel weiter geholfen und ich glaube einfach irgendwie diesen persönlichen Kontakt zu suchen ist sehr sehr sehr wichtig und da muss man keine Angst vor haben.
00:38:19: Das sind wirklich Menschen die da letztendlich Entscheidungen treffen.
00:38:23: und Marianne du hattest noch einen Punkt
00:38:25: Ja, genau.
00:38:26: Mir ist gerade noch eingefallen als du gesprochen hast und auch so zum eher teuerangehensweise Herausforderung oder Hürden abzubauen.
00:38:34: was?
00:38:34: natürlich sind das immer viele Anträge Was beim Kuratorium jetzt in den letzten Durchgängen gemacht wurde Und was vielleicht auch wirklich noch ein Potenziales ist.
00:38:44: Es gibt einen schriftlichen Antrag und es gibt aber dann auch In dem Fall war das für eine Vorauswahl bei der hessenfilmen machen wir das für Eine Förderart mit jedem Projekt die Möglichkeit quasi, dass es noch mal ein persönliches Gespräch gibt oder ein Gespräch via Zoom.
00:38:58: Das heißt die Jury hat den Antrag das Papier aber kann auch und es gibt nochmal die Möglichkeit für einen Eindruck Wo man wirklich persönlich sprechen kann, auch zu sagen hier ich habe vor zwei Monaten eingereicht.
00:39:09: Jetzt hat sich vielleicht das nur getan Ich fasse es euch nochmal zusammen wo ich jetzt gerade stehe Das ist natürlich hängen da viele logistische Fragen dran aber ich glaube dass das zum Beispiel auch eine Möglichkeit ist auch wieder sag ich mal einfach näher im Kontakt zu sein und nicht so das zu haben Dass der Vorderantrag geht so raus Und dann guckt man was dann bei rauskommen.
00:39:29: absolut Ja vielen Dank fürs Teilen.
00:39:31: würdest du sagen Es gibt irgendwie einen Tipp für jetzt angehende oder Nachwuchsfilmschaffende.
00:39:36: Es gibt ja auch viele Menschen hier, die schon ihren Kurzfilm gemacht haben zum Beispiel der dann auf Festivals auf der ganzen Welt gelaufen ist und trotzdem gibt es da noch die Hürde die Förderung zu bekommen.
00:39:46: wie gewinnt man also aus eurer Perspektive?
00:39:48: was gibt euch Vertrauen in die filmschaffende Person?
00:39:51: würde ich wirklich so ganz persönlich aus meiner aus meinem Arbeitsalltag antworten.
00:39:55: Also das Gespräch was sich gesagt habe ... so wirklich frühzeitig sich zu melden und über, also dass man einfach so in den Austausch kommt.
00:40:04: Das ist irgendwie für mich wichtig auch insofern weil wenn es da sozusagen um Vertrauen geht ich einfach das Gefühl auf so, ah ja, dass ich weiß ein bisschen wo die Person steht... Und dann glaube ich, kann ich auch nur ermutigen tatsächlich mit den Fragen, die man hat, zu kommen und die möglichst auch vorab zu klären?
00:40:25: Ich kann total verstehen, dass es Dinge gibt die vielleicht man nicht so gerne mit der Förderung besprechen will, auch wenn es ein gutes Gespräch ist.
00:40:34: Aber da gibt es zum Beispiel die Filmwerkstätten... Es gibt die Filmberos, es gibt die Berufsverbände und sodass man sich irgendwie eine Group schafft, weil ich merke schon auch, auch bei den Leuten wirklich, wenn das vielleicht der allererste Antrag sogar ist oder Betreu auch die Hochschulabschlussfilme bei uns in Hessen, dass es trotzdem natürlich total viel ausmacht wenn es einfach einen Austausch gibt wo man irgendwie auf Augenhöhe sprechen kann und sich so ein bisschen vernetzt.
00:41:03: Also das ist glaube ich auf jeden Fall wichtig.
00:41:10: Ich glaube, ich habe gar nicht immer so Vertrauens-Ischus.
00:41:12: Was jetzt wirklich für den Antrag?
00:41:14: Das weiß ich einfach.
00:41:15: Also es geht jetzt ein bisschen ins Detail was natürlich die Jury bei uns... Bei der Hessen Film ist das eine Jury die auch aus verschiedenen Gewerken zusammengesetzt ist.
00:41:26: Ich empfinde es so, dass natürlich ist der Antrag vorgerangene Papier beziehungsweise PDFs.
00:41:31: Aber wenn es die Möglichkeit gibt bewegt das Bild sein, das frühere Werke oder aber auch wirklich einfach so ein Gefühl im Bild gibt wo das Projekt hingehen soll, dass das total hilfreich ist.
00:41:45: Ist eher ein Detail.
00:41:46: Vielen Dank fürs Seilen.
00:41:47: Und ich glaube aber auch solche Details sind wichtig weil letztendlich Es gibt viele Informationen, die kann man irgendwie nachlesen.
00:41:52: Wenn ihr zum Beispiel eure persönlichen Perspektiven Teil oder Erfahrung, wo ihr sagt okay das war jetzt irgendwie ein Detail was vielleicht mir geholfen hat oder was jemand anderen weitergeholfen Hat dann immer gerne auf jeden Fall hier in unserem Gespräch teilen.
00:42:06: Ich würde gern so ein bisschen
00:42:07: kann also aus meiner Perspektive.
00:42:09: ich habe zum Beispiel mein Dokumentarfilm dazu eingereicht.
00:42:12: Das war nicht so gut.
00:42:13: Also das war das.
00:42:15: wurde auch klar kommuniziert dass es jetzt ein dokumentar film ist.
00:42:18: ich beantrage Geld fürs spielfilm.
00:42:20: Da hab ich nicht so gute Erfahrungen mit gemacht.
00:42:24: Und das ist natürlich irgendwie, wie guckt eine Jury die ja aus Individuen besteht?
00:42:30: Wie guckt die einzelnen Personen da drauf.
00:42:31: Vielleicht wird es abstrahieren und sagt klar, es ist ein Dokumentarfilm.
00:42:34: Das ist jetzt ein Spielfilm, die Person hat was gemacht oder so.
00:42:37: aber bei mir war's jetzt... Ich hätte es wahrscheinlich besser nicht eingereicht weil in der Sitzung man hat die Möglichkeit zu sprechen.
00:42:48: Es wurde nur über den Dokumentarfilm geredet.
00:42:51: Wieso ich den, oder viel?
00:42:53: Warum ich den mit eingereicht habe und dann gar nicht mehr über das Projekt was sich eingereichten haben.
00:42:58: Was abgelehnt wurde.
00:43:00: Das war jetzt meine eigene Erfahrung.
00:43:02: Okay,
00:43:02: d.h.,
00:43:03: wenn man etwas einreicht, dann sollte es zu dem Projekt in der Bildsprache passen.
00:43:10: Musst du ja generalausfangen sagen.
00:43:13: Ja also ähm... Also das geht ja so ein bisschen zu dieser Frage eigentlich hin.
00:43:20: okay Eine Person hat einen wundervollen, preisgekrönten, dreißig Minuten gemacht.
00:43:25: Aber sie kann nicht auf irgendwie achtzig Minuten erzählen an dieses Vorurteil und das geht auch so ein bisschen in die Richtung.
00:43:34: Ich würde da auch wieder sagen ich finde es eigentlich schade wenn das so ist.
00:43:38: Ich finde dir sowas Das ist ja eine wundervelle Referenz Die gehört eigentlich dazu.
00:43:43: Ich glaube
00:43:44: dass
00:43:45: Es dann tatsächlich also Und das ist ja auch was was ein stetiger Prozess ist.
00:43:51: Also bei den Förderungen, die ich jetzt von innen kenne sicher.
00:43:54: Bei denen anderen glaube auch diese Juryarbeit bedarf ja auch nach gewissen... wie soll ich sagen?
00:44:01: Die brauchen
00:44:01: auch Inputs!
00:44:02: Man ist nicht automatisch weil man den Zettel kriegt in der Jury sondern auch genau darüber zu sprechen und auch zu sagen das ist ja nur menschlich da es nun quasi dieser Film Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, deckt dann das andere so ein bisschen zu.
00:44:14: Aber da müssen wir uns in der Diskussion auch einfangen.
00:44:17: Das heißt nicht dass es nicht auch andere Kritik geben kann natürlich aber Ich finde eigentlich die Referenzen gehören dazu.
00:44:24: Natürlich ist es hilfreich wenn man vielleicht schon was hat was direkt zu dem Projekt passt aber auch sonst Ich finde das sehr schwierig zu sagen, dem Person hat einen tollen dokumentarischen Film gemacht.
00:44:38: Das ist jetzt der Grund warum wir glauben dass es szenisch nicht klappt.
00:44:41: Das geht für mich einfach nicht auf!
00:44:44: Das geht auch in die Richtung von wo er oft ist.
00:44:46: Als sie haben irgendwie fürs Fernsehen bisher produziert oder Regie gemacht dann glauben wir nicht, dass es fürs Kino klappt und umt.
00:44:53: also diese Argumentation ist insgesamt eine, wo ich voll schwer andocken kann weil ich einfach keinen...
00:45:00: ich sehe den
00:45:01: das nicht wie das stimmt.
00:45:03: Das zieht sich ja eigentlich durch die ganze Branche, also sei es ob man jetzt irgendwie bei einem Sender ein Projekt irgendwie vorstellt oder eine Schauspielerin, die vielleicht in einem ich weiß nicht Daily Format mitgespielt hat.
00:45:13: Eine tolle Schauspielerin ist hat danach zum Beispiel kein Probleme haben im Arthouse Film mitzuspielen weil man dann ihr abspricht Ja okay
00:45:21: das
00:45:21: passt doch irgendwie nicht zusammen.
00:45:22: und diese Abstraktion Ich glaube dass auf jeden Fall etwas was in der Branche noch so bisschen geübt werden sollte kann.
00:45:33: Wie sieht es denn aus?
00:45:34: Jetzt fehlt gerade schon das Stichwort Hochschule so ein bisschen.
00:45:37: Jacqueline, du bist Autodidaktin.
00:45:39: Wie schätzt ihr die Fördermöglichkeiten für Menschen ein, die jetzt nicht von der Hochschulle kommen oder vielleicht nicht von einer der großen Filmhochschulen in Deutschland?
00:45:49: Wir sind jetzt hier im Münster.
00:45:51: In Köln gibt's zum Beispiel die KAM und die IFS.
00:45:55: Was gibt's da für Möglichkeiten?
00:45:57: Soll ich mal kurz
00:45:58: am Schluss
00:45:59: Filmförderung sagen... Also, wie du gerade schon sagtest in Köln die KHM, die IFS.
00:46:04: Dann ist noch die FA Dortmund dabei und die Hochschule Makrometia in Kologne.
00:46:09: Die vier sind antragsberechtigt für die Abschlussfilmförderung.
00:46:13: Und das war's!
00:46:14: Weil dass die vom Filmhochschulverbänden an der Kanten Filmhochschulen sind.
00:46:20: Es gibt zwei Sitzungen im Jahr bei der Film- und Medienstiftung für die abschlussfilm Förderung.
00:46:26: Da kann man bis zu zwanzigtausend Euro bekommen
00:46:30: Projekt.
00:46:31: Aber alle anderen und es werden ja immer mehr, habe ich das Gefühl, immer mehr Hochschulen in der Region die Filme als Bachelor oder Masterprojekt anbieten und die sind alle nicht antragsberechtigt?
00:46:44: Und da bekommt man natürlich dann oft Fragen hey wie soll ich jetzt mein Film eigentlich finanzieren weil die Hochschule selbst auch nicht leistet.
00:46:52: Die bieten ist zwar an aber haben keine Mittel.
00:46:55: Da fragen sich natürlich viele wo mitfinanziere ich das?
00:46:58: jetzt?
00:46:59: Kurze Frage in die Runde, wer studiert denn Film oder etwas in Richtung Film in Münster zum Beispiel?
00:47:05: Seher ist studiert Mediendesign bzw.
00:47:09: Design mit Mediendesign und Schwerpunktfilm an der FH in Münstar.
00:47:14: Was hätte Seher denn für Möglichkeiten ihren Filmen zu finanzieren, Ihren Absturzfilmen?
00:47:20: Das eine gute Frage.
00:47:21: wir haben eben schon gehört von Jacqueline Crowdfunding oder dass du ganz speziell Erst mal da guckst, wo willst du drehen?
00:47:30: Wer ist da sowieso involviert vielleicht.
00:47:32: Wer hätte Interesse oder ist eh einbezogen in meinen Filmen und könnte den Firmsponsoring auch vielleicht machen.
00:47:39: Oder du fragst in deinem Bekanntenkreis Crowdfunding.
00:47:42: also es gibt verschiedene Plattformen wie Kickstarter oder Startnext zum Beispiel über die man das anbieten kann.
00:47:48: dann kann man denen als kleine Gegenleistung anbinden dass du sie dann zur Premiere einlädt oder dass sie natürlich aufgelistet werden als Sponsorinnen.
00:47:57: Und dann gibt es verschiedene, es gibt Stipendien.
00:48:00: Es gibt Stiftungen!
00:48:01: Es gibt auch zum Beispiel Sparkars in den Kulturstiftungen haben.
00:48:03: also wenn ihr in eurer Stadt guckt was gibt es hier lokal für eine Stiftung?
00:48:08: wo ich mich bewerben kann dass es manchmal gute Möglichkeiten ist gibt die Filmwerkstätten.
00:48:12: wir haben Steffi Köhler das ja schon vorhin angesprochen Es gibt in Münster konkret, weil ich kann zugleich dazu auch nochmal einhaken und das erzählen.
00:48:21: Und es gibt noch weitere Filmwerkstätten wie im Bielefeld und in Düsseldorf.
00:48:25: Es gibt das Filmhaus Köln die jetzt neu aus so einem Weiterbildungsprogramm machen allerdings keinen Stipendium oder jetzt nicht konkret eine Finanzierung geben sondern eher dann durch Workshops Beratungen geben.
00:48:37: Es haben aber auch viele dieser Filmwerkstätten-Gräteverleihe.
00:48:41: Vielleicht kann man darüber dann auch noch gehen und was machen oder sich wie gesagt für einen Stipendium bewerben, da gibt es auch verschiedene Möglichkeiten.
00:48:50: Aber vielleicht Steffi wird so gerade mal von der Filmwerkstadt Münster das noch
00:48:53: sehr gerne.
00:48:55: Ich glaube sinnvoll ist dann bei uns am besten eigentlich, dass wir so... Wir machen ja total gerne auch so Technik-Beistellungen geradeaus für den künstlerischen Abschlussfilm.
00:49:03: Da könnt ihr euch dann einfach gerne mit ein bisschen Vorlauf einfach bei uns melden weil wir eigentlich einen sehr professionell ausgestatteten Technikpool bei uns haben und dann könnt ihr da wirklich auch kostenlos bei uns die Technik nutzen.
00:49:15: Das haben jetzt schon bei sehr vielen Filmprojekten gemacht.
00:49:19: Und auch ich riege immer an, gerade so im Münsterraum kommt zum Stammtisch der Filmschaffen, den wir einmal am Quartal machen.
00:49:26: Es ist immer nebenan im Cinema und da haben sich echt
00:49:29: schon super
00:49:30: viele junge Filmschaffende vernetzt und haben dann gemeinsam ihre ersten Filme zusammengemacht.
00:49:34: Ich sehe mal schon nicken und lächeln das ist super cool!
00:49:37: Genau also kommt da vorbei und sprecht uns nochmal an.
00:49:40: Also gerade jetzt mit dem Script-Lab ist daher die Verbindung da Und es gibt außerdem bei manchen Festivals Labs, wo man auch was entwickeln kann.
00:49:48: Die auch so eigene Förderprogramme zum Beispiel haben.
00:49:51: das ist natürlich dann immer cool wenn man z.B.
00:49:53: mit dem Kurzfilm auf einem Festival war und dadurch auch so Kontakte über dieses Festival bekommt.
00:50:00: Und es gibt also zu den Stipendien.
00:50:02: Vielleicht zähle ich mal kurz einfach ein paar auf, dann habt ihr das mal gehört?
00:50:05: Also es gibt zum Beispiel auch für Studierende konkret von der VFF, der Verwertungsgesellschaft Film Stipedium Es gibt die Young Talent Foundation Dann gibt es für Dokumentarfilm, dass geht ruhig stipendium und in Niedersachsen gibt's zum Beispiel einen Kurs für Stipenium Cast and Cut und im NRW gibt's außerdem noch das Wemvennerstipendiam wofür man aber nicht aus NRW zwingend sein muss unter anderem
00:50:29: Es gibt tatsächlich auch eine Preisterierin des WMAS Stipendiums, heute hier im Publikum.
00:50:34: Fittore Moussake ich erwähne das jetzt einfach mal.
00:50:36: also es ist möglich.
00:50:38: Herzlichen Glückwunsch!
00:50:45: Und
00:50:46: ich würde jetzt gerne wissen woher weiß ich denn... Stimmt du hast schon geredet.
00:50:55: Woher weiß Ich denn ob mein Projekt zur Filmförderung passt oder zu welcher?
00:51:02: Vor allem, wenn man sagt okay ich bin jetzt vielleicht in so einem nicht so ganz kommerziellen Bereich unterwegs.
00:51:06: Ich möchte eher gerne eine Art Kunstfilm machen oder bin experimenteller unterwegs.
00:51:11: wie finde ich das heraus?
00:51:13: Welches Feedback bekomme ich vielleicht?
00:51:14: Wie gehe ich mit dem Feedback um?
00:51:16: Ich glaube dass wäre wieder eine Frage an die Filmschaffenden.
00:51:19: Das ist ne sehr gute Frage.
00:51:21: natürlich als erstes was man machen kann.
00:51:22: Man liest die Fördermeldungen Man guckt, welche Projekte wurden in den letzten Jahren gefördert und dann guckt man was ist aus denen entstanden.
00:51:30: Und vielleicht hat man auf die Möglichkeit diese Filme irgendwie zu schauen?
00:51:34: Damit hatten wir schon ein Bild vor Augen, was hier die Agenda dieses Fördertops ist.
00:51:43: Wir können ja nicht alle davon ausgehen dass es so von der Natur gegebenen Gesetzes ist das wir alle in irgendeiner Form gefördert werden wollen nur weil wir's wollen.
00:51:54: Also auch wenn es nicht immer so vorteilhaft für mich ist mit den Projekten, die ich machen möchte.
00:51:58: Aber ich sehe es halt realistisch.
00:52:00: jede Institution hat ja irgendwie eine Aufgabenstellung oder ein Idee was denen wichtig ist und genau das ist der erste Weg.
00:52:08: dann wie du sagst also einfach mal anrufen und telefonieren und fragen da.
00:52:15: natürlich kann man sich mit Leuten zusammentun die schon erfahrener sind und dann wissen sie wie man vielleicht einen Antrag so gestaltet Das ja passt.
00:52:26: Das ist ein wichtiger Punkt.
00:52:27: und Steffi sagte gerade Stammtische zum Beispiel, na also einen Münster macht die Filmbergstadt Münstern StammTisch.
00:52:32: in Köln gibt es unter anderem Filmbüro Stamm Tisch muss man immer auf der Webseite nachgucken oder sich für den Newsletter anmeldern wird man informiert wann der nächste kommt weil das keine genau regelmäßigen Tage dafür gibt.
00:52:45: Aber das Filmhaus Köln macht auch einen professionellen Stammtisch.
00:52:49: Und das Film Haus Kölner hat jetzt ganz neu im September mit der filmprofessionellen Weiterbildung gestartet, also es ist wichtig vernetzen, vernetzten, vernexen dahin gehen wo Leute zusammenkommen.
00:52:59: Also wir haben im Filmbüro auch networking Veranstaltungen und wir laden zum Beispiel nächsten Mittwoch den Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung ein.
00:53:07: Ballitnak Spandi kommt ins Filmbüro oder ins Filmhaus zu Gast.
00:53:11: Das ist offen da könnt ihr einfach vorbeikommen.
00:53:13: er wird die neuesten Entwicklungen zur Umgestaltung der Drehbuchentwicklung erzählen.
00:53:20: Der Creative Development Förderung, die sowohl die P-Eins als auch die P zwei betreffen wird das ist sicher ganz interessant.
00:53:26: da kann man in den direkten Austausch gehen.
00:53:28: also schaut einfach auf den Homepages wo finden Veranstaltungen statt geht dahin weil da sind dann die Leute mit denen ihr auch zusammenkommen und sprechen könnt.
00:53:37: Und ein Stipendium, was ich gerade vergessen habe ist das, was wir selbst organisieren vom Filmbüro im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW.
00:53:47: Das ist ganz gezielt eine Nachwuchsstipendie, mache ich ein ganz tolles Stipedium weil man da kaum etwas vorbereiten muss denn es ist ein Vorbereitungsstipendum, ein Recherche-Stipendum, ein Entwicklungsstipennium.
00:54:00: Und das habe ich jetzt wahrscheinlich unterschlagen, weil wir noch nicht in der Ausschreibung sind.
00:54:04: Weil wir noch auf das Go-Warten vom Ministerium – da muss immer erst der Haushalt verabschiedet sein damit die einem sagen können so ihr dürft jetzt endlich ausschreiben.
00:54:12: Also das kann ich jetzt gar nicht sagen.
00:54:14: Ich hoffe dass es noch dieses Jahr wird.
00:54:16: Guckt immer mal auf unsere Homepage im Oktober oder November und das ist nämlich also nicht für Studierende leider auch aber direkt nach dem Studium kann man das sofort auch beantragen und seine Vorbereitungsphase sich damit quasi finanzieren.
00:54:31: Da kriegt man knapp zehn tausend Euro, aber es sind eben auch da ganz viele Anträge und nur vier bekommen es also ist einfach nur eine Chance.
00:54:41: Ja ja das gibt aber das ist aber auch für Autodidakten zum Beispiel
00:54:44: genau offen offen wir alles ist rein also nur für NRW.
00:54:48: was ich daher Gänzen zu Katharina noch sagen kann nicht nur die Fördermeldungen lesen sondern vielleicht auch die Leute kontaktieren, weil so habe ich vor drei Jahren wahrscheinlich vier Jahren Katharina kontaktiert.
00:55:01: Weil ich gesehen hab, da hat eine Person die volle Summe bekommen und Katharina hat geantwortet und wir haben uns getroffen und ich wollte wissen okay wie hat sie es gemacht?
00:55:12: Was hat sie gemacht?
00:55:13: Wie ist hier mit dem wenigen Budget zurechtgekommen?
00:55:18: Ich kenne bis jetzt keinen Fall, wo jemand wie als Filmemacherin, ich rede nicht von Redakteurinnen oder Verleihern die nicht antworten und sagen komm wir treffen uns.
00:55:27: Und das war damals ein Riesengeschenk dass jemand die diese Forderung bekommen hat einfach auch wenn ich die Förderung jetzt nicht bekomme aber eine Person in derselben Situation zu haben sich mit dieser Person auszutauschen.
00:55:40: deswegen kann ich da nur ermutigen wenn man Filme gesehen hat Filmemark von einer bestimmten Person da einfach hinzuschreiben zu sagen, könntest du dir vorstellen?
00:55:52: Mein Antrag zu lesen könnten wir uns austauschen.
00:55:54: Können wir uns treffen?
00:55:57: Ja vor einigen Monaten hat mich
00:55:59: auch eine
00:56:00: Frau angeschrieben weil sie die Fördermeldung, die vom Anfang des Jahres gelesen hatte und Sie fand das Projekt sehr interessant und hat sich quasi als Regiersistenz Bei mir beworben.
00:56:11: Ich habe gesagt, ich bin noch nicht so weit.
00:56:14: Arbeit gibt es noch kein Geld?
00:56:16: Wenn du willst, wir können uns treffen und sagen ja, ich will.
00:56:20: Und jetzt arbeiten wir einen kleinen Kurzfilm zusammen erst mal um Wartezeiten zu überbrücken.
00:56:27: So entstehen auch dann Dinge.
00:56:34: Woher weiß ich welcher Topf?
00:56:35: Ist das ja auch kein Geheimnis?
00:56:38: die bestimmten Institutionen, wenn man diesen Offiziellen weggeht.
00:56:42: So viel Auswahl ist da ja nicht.
00:56:44: Das heißt entweder weiß man schon direkt nicht zu dem was ich jetzt mir vorstelle das passt alles nicht oder man muss es eben passend machen oder wie auch immer.
00:56:53: also es ist ich glaube dass kein Hexenwerk in dem Sinne
00:56:57: bzw kann man natürlich auch entscheiden okay vielleicht passt mein Projekt nicht in diesem Topf
00:57:02: und
00:57:03: anstatt halt Die Zeit zu abzuwarten, dass man dann sagt okay.
00:57:07: Dann mache ich es irgendwie direkt selber.
00:57:10: ja Ich würde jetzt gerne noch aus deiner Perspektive Mariana kurz hören wie inwiefern Gebt ihr Feedback was ist vielleicht auch so deine Erfahrungen aus dem Kuratome?
00:57:20: Hattest du ja ein bisschen angeschnitten.
00:57:23: Wie sehr sollte man sich als filmschaffende Person auf von diesem feedback treffen lassen?
00:57:28: Du meinst jetzt sowie treffen lassen klingt eher feedback Wenn es nicht geklappt hat oder...
00:57:33: Zum Beispiel, wenn's nicht geklappt hat.
00:57:34: Also wenn es jetzt eine Absage gibt, weil du hattest mir erzählt dass ihr manchmal einfach nur drei Punkte angemerkt habt und dann könnte das aus der Perspektive der Filmschaffenden so wahrgenommen werden wie Oh nein!
00:57:44: Das waren genau diese drei Punkte die ganz ganz schlimm waren.
00:57:47: aber in Wirklichkeit ist es einfach weil es einfach dieses riesige Volumen Anträgen gibt.
00:57:52: Kannst du da ein bisschen aus dem ja Erfahrungskästchen plaudern?
00:57:56: Ja also Bei der Hessen Film ist es so, dass wir Gespräche führen mit den Projekten die eingereicht haben und wo es mit der Förderung nicht geklappt hat.
00:58:08: Und natürlich ist die Jury-Diskussion irgendwie ein geschützter Raum sonst funktioniert das Ganze nicht.
00:58:13: Das heißt, wir können da keine Namen rausgeben oder so.
00:58:16: aber wir versuchen schon... Es gibt ja eine gewisse Kontinuität.
00:58:21: Ihr ruft quasi an, ihr habt mich ans Telefon, wir reden das erste Mal.
00:58:25: hoffentlich ein Vertrauensverhältnis und ich kenne auch inhaltlich das Projekt gut.
00:58:32: Ich stelle vertreten für all meine Kolleginnen, die das auch machen.
00:58:36: Und dann ist eigentlich schon der Versuch aus der Jury-Sitzung eine möglichst zutreffende Rückmeldung zu geben.
00:58:42: was du eben gesagt hast es natürlich so dass eigentlich bei jeder Ablehnung spielt eine Rolle mit ja und am Ende haben wir nicht genug Geld und dann ist es ein Abwägen und eine Entscheidung.
00:58:52: dieses Feedback ist eigentlich nicht hilfreich.
00:58:55: Aber und es ist dann schon so, wenn es tatsächlich inhaltliche oder auch mal strukturelle Anmerkungen gibt.
00:59:01: Versuchen wir die auch mitzugeben?
00:59:03: Das was wir ja auch im Vorfeld besprochen haben, dass ich es manchmal tatsächlich oder das ist für mich immer wieder so ein kontinuierlicher Lernprozess weil ich eben manchmal das Gefühl habe Wenn es dann inhaltlichen Anmerkungen gibt, die man die so weitergegeben werden, werden die größer vielleicht als die sind Und dass es dann auch ein Gefühl gibt, aber wenn diese eine Sache behoben ist, machen wir das noch mal und so.
00:59:25: Die Projekte sind ja immer viel, viel komplexer.
00:59:28: Aber das ist schon der Versuch.
00:59:29: Deswegen ist es so, dass wir bei der Hessen-Film eben nicht dieses schreiben.
00:59:32: BKM verschriftlich die Absagen mittlerweile.
00:59:36: Also wir versuchen das eher im Gespräch zu machen weil ich glaube da kann man doch mehr Informationen dann tatsächlich transportieren.
00:59:44: Genau!
00:59:45: Und aber grundsätzlich zum Feedback ist es auch bei uns so, dass auch im Vorfeld also es gibt einmal z.B.
00:59:53: durch das Filmhaus in Frankfurt da gibt es tatsächlich eine Kulturberatung und der kann man quasi den Antrag schon mal schicken vorab und dann gibt's da noch ein Input.
01:00:03: Es gibt auch von unserer Seite tatsächlich im Prinzip Der Einreichprozess.
01:00:09: Glaube, der unterscheidet sich vielleicht nicht so sehr.
01:00:12: Weiß ich aber nicht genau von anderen Häusern.
01:00:14: Ihr reicht quasi ein.
01:00:15: dafür muss der Antrag erst mal vollständig sein und vorher gab es auch schon Gespräche und man kann natürlich Fragen klären Und dann gibt es Arbeit.
01:00:22: tatsächlich nochmal eine Feedback Schleife das heißt der Antrag wird er erstmal formal im Prinzip Von den Beratungen in den FörderreferentInnen bearbeitet.
01:00:32: Das sind auch Personen die sind in der Sitzung dabei dürfen aber nicht mitstimmen Und dann gibt es nochmal die Möglichkeit, Dinge auch zu korrigieren oder Sachen noch mal anzupassen.
01:00:41: Das ist eigentlich im Prinzip noch einmal so eine Schleife und das finde ich auch total hilfreich weil am Ende dieser Antrag ist wirklich auch sehr formal.
01:00:49: Ja, das sind Steuergelder und dementsprechend viele Angaben werden schon angefordert und so nicht.
01:00:54: Ich glaube, es ist da ganz wichtig dass man einfach nochmal länger daran arbeiten kann oder auch nochmal eine Rückmeldung bekommt.
01:01:02: Vielen Dank!
01:01:04: Jacqueline, magst du noch irgendwie was hinzufügen?
01:01:06: Was vielleicht deine Erfahrungen mit Feedback war.
01:01:08: Wie lange hast du zum Beispiel mal gewartet?
01:01:10: Also einfach nur so viele Leute die vielleicht noch nicht noch nie einen Antrag gemacht haben einmal so ein klein Überblick zu geben.
01:01:16: wie also man reicht ein dann dauert es irgendwie sechs Wochen bis man Rückmeldung bekommt.
01:01:21: oder wie kann man das sich ungefähr vorstellen?
01:01:23: Oh Gott ich weiß.
01:01:25: Man reicht ein und dann dauern das bis man eine Rückmeltung kriegt.
01:01:29: Bei den Förderungen kriegt man immer eine Rückmeldung.
01:01:35: Ich weiß es selber nicht so richtig, weil man ist in dem Moment wo man eingereicht hat gibt man irgendwie schüttet man alles aus was man hat.
01:01:42: Was man isst in den moment und dann kriegt man eine Absage.
01:01:44: natürlich ist man vulnerabel und wird verletzt durch eine absage.
01:01:49: die frage ist glaube ich wie ist der umgang damit?
01:01:51: und das müssen wir uns immer und immer wieder von vorne bewusst machen Manchmal klappt es und manchmal klappt das nicht.
01:01:58: Und es hat nicht immer was mit dem wirklich Projekt an sich zu tun, sondern da liegen keine Ahnung uns mal Kuratur umlagen.
01:02:05: Ich weiß wir haben eingereicht.
01:02:06: damals Da haben die gesagt Jacqueline Das werden wir nicht kriegen und plötzlich kann ich zusagen Wir wussten wir werden's nicht kriegen.
01:02:13: also manchmal hat man vielleicht auch Glück oder ich weiß so und Manchmal hat man eben auch Pech und die Frage ist wie geht man dann damit um?
01:02:23: war es dann, wenn man sagt, okay, wenn die Förderung nicht geklappt hat.
01:02:26: Dann ist das Projekt vielleicht auch nicht wert?
01:02:29: Also ich glaube, das beprüft einen immer noch mal selber nach dem Frust und Trauer und was damit ist.
01:02:34: Will ich das denn jetzt hier irgendwie wirklich machen?
01:02:36: Will ich jetzt die nächsten drei vier Jahre finanzieren und damit losziehen?
01:02:41: Deswegen... Wir haben auch Schreiben vom BKM bekommen.
01:02:44: Ich weiß gar nicht mehr, was da drin stand.
01:02:46: Ich hatte mal so persönliche Gespräche.
01:02:49: Haben für mich persönlich auch nicht so gut funktioniert Aber weil man natürlich in einem Gerät natürlich eine Diskussion und versteht nicht so richtig.
01:03:00: Und deswegen kann gar nicht sagen, ob ich jetzt also bei den Festivals zum Beispiel was ist jetzt eine Erfahrung als wir reichen irgendwo ein?
01:03:10: Wir kriegen eine Absage vor allem im internationalen Bereich.
01:03:13: du kannst schreiben und sagen hey habt ihr einen Feedback für uns und die schreiben ein Feedback bei den deutschen Festivals.
01:03:18: Die machen es nicht.
01:03:20: oder bis jetzt habe ich da noch keine.
01:03:22: Wenn
01:03:22: man nachfragt, vielleicht schon?
01:03:23: Vielleicht schon!
01:03:24: Ja das ist zum Beispiel... vielleicht ist dann eben auch die Schritte weiter weil man den schon gedreht hat und er ist schon fertig und es steht nicht gerade am Anfang wo man irgendwie diesen Startschuss braucht.
01:03:38: Also da würde ich gerne kurz was zu sagen weil ich sowohl für Festivals arbeite als auch fürs Filmbüro mit Förderung zu tun habe.
01:03:46: Nehmt das bloß nicht persönlich so eine Absage.
01:03:50: Das sage ich immer schon, auch als ich früher mal... Ich habe meinen Festivalbüro der KHM gearbeitet und die Studentischen Kurzfilme auf Fessels verschickt.
01:03:57: Und es sind einfach so viele Kriterien, die da zusammen treffen und es ist so die subjektivsten Gründe warum der eine Kurzfilm genommen wird und der anderen nicht.
01:04:07: also nie persönlich nehmen und immer weitermachen weiter machen.
01:04:10: Weitermachen irgendwo klappt's dann wo Du vielleicht nie mitgerechnet hättest, dann klappt's plötzlich oder so.
01:04:15: Oder es sind manchmal Faktoren.
01:04:16: Mehmet hat das gestern erzählt nach der Präsentation von Hysteria, dass gerade der politische Zeitpunkt erst mal nicht da war, dass die Leute sich ... Dass die Festival sofort Urar gesagt haben den Film zeigen wir und ja später was?
01:04:31: Plötzlich dann total gewollt und die dicke Berlinale Premiere war da.
01:04:36: also es ist von so vielen Faktor immer abhängig.
01:04:39: lasst euch bloß nicht entmutigen Und aber auch dann den Mut haben, allen Projekte zu verwerfen und das nächste zu machen oder vielleicht gleich mehrere so arbeitet Katharina zum Beispiel.
01:04:49: Auch immer an mehreren gleichzeitig zu arbeiten und die Dinge zu versuchen weil dann ist das Thema plötzlich total angesagt bei dem einen Festival oder bei der Förderung bei der Jury.
01:05:01: man steckt da einfach nicht drin.
01:05:02: also nicht entmutigen lassen.
01:05:06: Ich
01:05:06: glaube, da sind schon wichtige Punkte auf was du gesagt hast.
01:05:08: Vielleicht muss man sich auch selber fragen warum will ich das machen?
01:05:12: Also was mache ich hier in meinem Leben und warum muss ich jetzt unbedingt Filme machen?
01:05:17: Wenn das für einen irgendwie ein bisschen klarer ist dann tut es zwar immer noch weh wenn man eine sage hat oder mehrere aber irgendwie gibt's einen Kern der dich vielleicht trotzdem trägt und dann wartest du nicht auf die Erlaubnis das zu machen.
01:05:30: Die musst du dir ja schon selber irgendwie geben, weil viele nehmen so ein Förderzusage als Erlaubnis oder eben.
01:05:37: Verbot einen Film zu machen aber das stimmt ja nicht.
01:05:41: Natürlich ich nenne dass immer Filme machen ist ein teures Hobby.
01:05:45: Aber gut wenn man anfängt dann muss man vielleicht auch gucken mich muss jetzt nicht direkt ein Science Fiction Hollywood Film drehen kann man auch machen.
01:05:51: es gibt auch Science Fictions Filme die ganz günstig entscheiden.
01:05:56: Aber ihr wisst was ich mein.
01:05:57: also es ist irgendwie Warum will ich das?
01:06:01: Und es ist nicht einfach.
01:06:02: Dann muss man diese Freude trotzdem irgendwie sich bewahren und wenn man die nicht hat, dann macht das ja sowieso keinen Sinn.
01:06:08: Und dann vielleicht am Anfang auch eben Stoffe suchen oder Dinge suchen wo die übersichtlich sind.
01:06:14: Wo man merkt dass kann ich irgendwie auch alternativ herstellen.
01:06:20: Wir haben das zum Beispiel gemacht jetzt wir keine Förderung bekommen haben.
01:06:23: Ich war im Raum drehen oder nicht drehen Weil es war klar, wir haben keine Förderung aus NRW bekommen.
01:06:30: Wir haben kein BKM bekommen.
01:06:31: Wenn ich diesen Film mit Fördergeldern drehen möchte, muss ich in ein anderes Bundesland
01:06:35: gehen.".
01:06:35: Das heißt mein Film hat einen starken Dialektanteil aus reinischer Dialektanteil.
01:06:41: Es ist eine absolute NRW-DNA.
01:06:44: Deswegen wusste ich okay dann mache ich das jetzt mit dem Geld eben was da ist.
01:06:51: und ich wollte eigentlich etwas zu dir sagen Jetzt habe ich selber gerade den Pfand.
01:06:57: Ein
01:06:57: teures Hobby?
01:06:59: Auf jeden Fall weitermachen und das auch, wenn man nicht genug Geld hat einfach durchziehen.
01:07:03: Genau!
01:07:03: Und dann war eben die Frage dreht man oder dreht mal nicht?
01:07:06: und diese moralische Frage... Ich kann niemanden mehr zahlen von der Grundbasis, von der ich ausgegangen bin bei meinem Debüt vom Wernern die Leute bezahlt weil ich auch angefangen hab da gab es noch keinen Mindestlohn so und ich habe gesagt dass gibt's nicht.
01:07:21: Warte
01:07:21: mal ganz kurz, dann würde ich einmal ganz kurz nämlich diese Frage.
01:07:24: Ich glaube das ging noch zu Katharina oder er passt perfekt?
01:07:28: Okay weil dann gebe ich dir jetzt einmal kurz das Mikrofon und dann werden wir nämlich uns doch nochmal auch wirklich so ein bisschen die negativen Aspekte dieser alternativen Filmförderung beziehungsweise ein teures Hobby anschauen.
01:07:40: Weil man muss es glaub ich sich auch mal ganz realistisch ja anschauen.
01:07:44: Genau da wollte ich drauf hinaus weiß mich langsam anstrengend.
01:07:47: Wir haben eine Penne über Wege aus der prekären Förderung heraus.
01:07:51: Ich habe gerade das Gefühl, wir reden die ganze Zeit darüber wie wen die prekäre Förderungen hineinkommen.
01:07:57: Das streckt mich an.
01:08:00: Genau und zwar du hast deinen Leuten nichts bezahlt.
01:08:04: Und Katharina hast Du Mindestlohn oder tariflich
01:08:06: bezahlt?
01:08:07: Am Mindest lohn.
01:08:08: Genau da wäre meine Frage glaube ich an die Förderanstalten.
01:08:13: Das ist also ein prekärer beides prekäre Produktion über die wir hier reden.
01:08:19: Und warum werden solche Kalkulationen gefördert?
01:08:24: Wäre meine Frage.
01:08:25: Weil wir reproduzieren, woraus also ich persönlich gerne raus wollen würde, nämlich sich selbst auszubeuten.
01:08:34: Ja vielleicht absolut vielen Dank für deine Frage.
01:08:41: Ich habe mich gewundert dass das gefördert wurde in meinem Fall und du wurdest ja auch noch nicht mal gefördert.
01:08:45: Ich war aber wiederum froh weil sonst hätte ich es überhaupt nicht machen können.
01:08:49: Ich habe auch Ärger bekommen im Nachhinein von einigen meiner Bekannten und auch Filmkritiker aus Köln hat, der wird noch streiten... Weil das uns unverschämt fand dass sich das so billig drehe.
01:09:01: aber dann hab' ich gesagt Aber was ist denn die Alternative?
01:09:03: Alternative ist, ich mach da nichts!
01:09:06: Und das kam für mich nicht in Frage.
01:09:08: Ich
01:09:08: hab's wahrscheinlich
01:09:09: genauso gemacht wie du.
01:09:10: also es war keine Kritik
01:09:11: dafür, dass ihr diese
01:09:12: Produktionen gemacht habt.
01:09:14: Mir geht es um Systeme schon immerum.
01:09:16: Warum wird diese Produktion so machen?
01:09:19: Wir haben ja einen Arbeitsrecht in Deutschland, warum brechen wir das in unserer Branche so viel?
01:09:26: und man kann darüber reden Films Privileg ist ein teures Hobby.
01:09:30: Aber es gibt politische Weichstellen die man stellen kann auch im Nachwuchsbereich.
01:09:35: meiner Meinung nach und da ist einfach meine Frage Gibt's der Weg raus aus der prekären Forderung
01:09:41: Da bräuchten erst mal mehr Geld.
01:09:44: Und es wird eher weniger werden, leider!
01:09:46: Das ist auch eine Frage, die man nächste Woche an den Geschäftsführer der Filmstiftung stellen kann wie er das einschätzt und wie's da weitergehen soll.
01:09:54: aber die Ansage kommt ja wiederum vom Land.
01:09:56: Die sind ja auch wieder abhängig von dem Landeshaushalt.
01:10:00: Auch der Bundeshaushalt für Kultur ist angehoben worden, aber in NRW sinken gerade die Budgets und auch der Haushalt.
01:10:07: Und Kultur ist grad nicht das Wichtigste was auch insgesamt das nicht das wichtigste Ziel der Landesregierung Kultur zu fördern sondern da wird jetzt enorm gekürzt.
01:10:18: überall die Festivals wurden alle gekürz der und die Filmstiftung wurde eben auch gekürzt.
01:10:22: Das heißt, es wird zunehmend eher noch weniger Geld geben.
01:10:25: Natürlich kann man sich jetzt fragen.
01:10:26: also konkret zu PZV.
01:10:28: ich bin ja selbst gar nicht von der Filmenmedien Stiftung.
01:10:31: wir stellen Jury-Mitglieder für die PzV Und eigentlich ist die PZVA nicht unbedingt dafür angelegten Spielfilme zu machen weil das Budget eigentlich nicht ausreicht.
01:10:39: Also da mit den hunderttausend kannst du ein Dokumentarfilm noch noch einigermaßen machen und natürlich haben wir Kurzfilmförderungen.
01:10:47: Man kann Experimentalfilme, Animationsfilme etc.
01:10:49: Also im Kurzfilmbereich auch ganz gut damit fördern.
01:10:53: Aber eigentlich, wenn du ein Spiel für machst, müsstest du schauen dass du noch woanders auch noch Geld dazu bekommst.
01:10:58: Eigentlich reicht es nicht weil natürlich wollen wir nicht die Ausbeutung fördern und wollen auch das die Menschen vernünftig bezahlt werden.
01:11:05: Ganz ganz wichtiger Aspekt!
01:11:06: Vielen vielen Dank.
01:11:08: erstmal ganz kurz vielen Dank für deine Frage ist total wichtig.
01:11:10: kannst du ganz kurz deinen Namen sagen?
01:11:12: Ja, ich bin Nina Roming.
01:11:13: Ich bin Regisseurin und Produzentin hier aus Münster.
01:11:15: Und ich wollte noch sagen, es freut mich sehr dass fünf Frauen auf der Bühne sitzen.
01:11:22: Ich hätte noch ein paar andere Fragen gehabt aber ich glaube vielleicht ist das genau der richtige Zeitpunkt um jetzt mal so ein bisschen die Diskussion zu öffnen und gemeinsam zu sprechen.
01:11:30: da hinten gibt es eine Frage gerne mal das Mikrofon durchgeben weil wir wollen natürlich auch Klar, es ist klar.
01:11:37: Es ist nicht nachhaltig wenn man seinen Film so finanziert wie zum Beispiel Jacqueline das gemacht hat.
01:11:43: aber es war halt eine Möglichkeit den Filmen zu machen.
01:11:47: und letztendlich wollen wir natürlich auch darüber sprechen ob's auch Ideen vielleicht gibt wie man bestehende Förderstrukturen so nutzen kann dass man Leute bezahlen kann, was es da vielleicht für Möglichkeiten gibt.
01:11:59: Ich weiß nicht ob wir heute dafür die Antwort finden werden aber ein Aspekt über den ich mit Marianne gesprochen hatte war zum Beispiel warum gibt es überhaupt diesen Druck dass man einen lang Film machen muss?
01:12:11: Warum gibt es nicht dieses Vertrauen das man sagt jemand hat einen sehr guten Kurzfilm gemacht diese Person könnte oder ein Dreißigminuter.
01:12:18: Diese Person dürfte jetzt auch mal im Fernsehen einen Tatort machen, oder ein Langspielfilm weil dieses auf einem Kurzfilmen Niveau klar da arbeiten dann auch mal Leute vielleicht umsonst oder für eine Aufwandsentschädigung von fünfzehn Euro pro Tag Aber es ist dann eine Woche und das kann man sich vielleicht gerade noch leisten.
01:12:35: aber wenn man sagt okay Man hat zum Beispiel eine Familie Oder man kommt aus einem nicht so guten sozialen Verhältnis Dann ist Es einfach extrem schwierig diesen lang Filmen sich halt auch leisten zu können
01:12:46: Genau.
01:12:49: Die Frage, die mir immer wieder begegnet ist vor allem die des langen Abschlussfilms.
01:12:52: also wenn eine quasi deine Ausbildung an der Filmhochschule oder einer anderen Hochschule gemacht wird dann gibt es ja schon so... Das zeigt zum Beispiel die Studie aus zwanzig, einundzwanzig vom ProduzentInnenverband.
01:13:04: Die auch das was du eben gefragt hast sehr, sehr deutlich abbildet und es gibt einfach einen hohen Druck quasi wenn man noch auf die Beistellung der Hochschule und im Prinzip die studentischen Mitarbeitenden zugreifen kann dann auf jeden Fall etwas Langes da reinzuschieben weil ist eben auch in der Branche Und damit meine ich auch die Fernsehsender Damit meine ich Auch die Förderungen und aber auch potenzielle andere Partner so sehr nachgefragt wird.
01:13:29: Und das ist aber für mich wirklich eine Frage, weil wir dadurch in diesem Ungleichgewicht zumindest an diesem Übergang zwischen Ausbildung und weiteren Arbeiten bestehen.
01:13:41: Und was dann als Nächstes hat, ist einfach eine massiv schlechtere Situation für alle Autodidakt-Innen, denn im Prinzip werden die langen Abschlussfilme, Ressourcen – damit meine ich auch Sender-, Fördergelder binden!
01:13:52: dann im Prinzip entsteht noch mehr eine Kluft, weil es viel härter wird einen unabhängigen allerersten langen Film zu finanzieren.
01:14:00: Es gab einmal eine Meldung dahinten?
01:14:02: Ja
01:14:02: genau also zur Frage der prekären Bezahlung ich bin da mal auf... Also ich habe da auch von einem anderen Podium tatsächlich für Stehenrunzeln gesorgt mit der Frage im Kontext bildender Kunst NRW und Förderlandschaft wieviel von den Fördergeldern bei den Kulturschaffenden bei den Künstlern ankommen im Verhältnis zu den Kosten, die der Verwaltungsapparat also die Jurierung und so weiter.
01:14:30: Ich will jetzt nicht das Konzept grundsätzlich infrage stellen aber eben wenn man davon ausgeht dass ja nicht nur die Projekte die realisiert werden können prekär honoriert werden wenn überhaupt sondern auch die Arbeit in die gescheiterten Bewerbung, dadurch dass die Bewerbungsverfahren so kompliziert sind ja auch unglaublich viel Arbeitskraft bündelt.
01:14:53: Da fehlt mir eigentlich in der Darstellung nach außen dieses Verhältnis.
01:14:57: also da ist es in der bildenden Kunst dann ein bisschen von jemandem der meinte so ein bisschen Einblick zu haben.
01:15:02: die Zahl ja zwischen fünf und zehn Prozent des Gesamtförderhaushaltes vom Kulturetag geht an die Künstler versandet unterwegs, ja und das ist so ein bisschen eine zahl die ich gerne irgendwie mal öffentlich haben würde.
01:15:15: Ich würde gerne wissen wenn wir von steuergeldern sprechen wie viel ist das was wirklich bei den kulturschaffenden, bei dem projekten ankommt?
01:15:22: Wieviel isst das was sozusagen durch die verwaltungs...durch die ja nicht prekär beschäftigten stellen dann im grunde auch schon geschluckt ist.
01:15:31: Und das ist halt eine ganz andere Zahl, weil wenn gesagt wird vier Milliarden für den Kulturhaushalt dann ist da eben nicht vier Milliarden, die in Projekte gehen und dass es so ein bisschen so eine Zahl, die meiner Ansicht nach sehr verschwommen ist.
01:15:44: Also ich glaube, das bildet nicht alles ab was du jetzt meinst.
01:15:48: aber es ist so, dass die Gelder von den jeweiligen Landeshalten an – das sind ja in der Regel GmbHs – die Filmförderungen gehen, die legen Geschäftsberichte vor.
01:15:59: da ist im Prinzip öffentlich einsehbar, wieviel sie an Zuwendungen bekommen haben.
01:16:04: Ich kann es jetzt auch nur für die Hessen-Film.
01:16:06: Da ist das Land Hessen offensichtlich eine Gesellschaft der CDF und hessischer Rundfunk sind mit kleineren Anteilen mit dabei.
01:16:13: Und da ist dann auch also könnte man jetzt im Prinzip überschlagen sagen ich glaube in zweizig drei und zwanzig waren knapp zwölf Millionen Euro, die die Hessen Film zur Verfügung hatte.
01:16:24: davon sind neun Komma acht direkt in Projektförderung gegangen.
01:16:29: und dann gibt es, wir haben noch eine Abteilung die Workshops und Sachen organisiert.
01:16:34: Das würde ich sagen ist so dazwischen.
01:16:35: aber diese Größenordnung das finde ich total wichtig.
01:16:38: Aber es sind Steuergelder.
01:16:39: Es gibt eine Transferenzpflicht Diese zumindest für die Filmförderungen dass alles muss abrufbar sein.
01:16:45: Genau das ist in NRW auf jeden Fall auch öffentlich einsehbar.
01:16:49: Die Haushalte
01:16:50: Kannst du kurz
01:16:52: erst auswählen lassen?
01:16:53: Wir hatten in Lühnen bei dem Panel den Peter Dinges, den Chef der FFA auch zu gasten.
01:16:57: Das war ein Punkt der angesprochen wurde und er hat gesagt dass sie ganz stark daran arbeiten würden am Bürokratieabbau.
01:17:04: also das ist durchaus ein Punkt, der an der Branche auch sehr viel diskutiert wird und auch sehr wichtig ist.
01:17:09: Danke schön, vielen Dank.
01:17:10: Und falls ich es richtig verstehe dann sind glaube ich einfach die Personalkosten auf Verwaltungseite nicht irgendwo weil das ein anderer Topf ist, sind die nicht quasi im Verhältnis zu den Fördergeldern?
01:17:21: da glaube ich.
01:17:22: Das ist so ein bisschen noch eine Lehrstelle wo es Verständnisprobleme gibt.
01:17:25: aber vielleicht verstehe ich das falsch?
01:17:27: Also jetzt zum Beispiel für die Geschäftsberichte.
01:17:29: da stehen sie drin.
01:17:30: Da steht dann einfach drinnen zB zwölf Millionen Gesamtetat neun Komma acht geht in die Projektförderung Und eine habe ich jetzt gerade nicht parat.
01:17:39: Die Differenz X in die institutionelle Förderung, Workshops... In Hessen gibt es so eine Gründerinitiative, da gibt's ein Raum und so.
01:17:47: Dann ist ein Titel Verwaltungs- und Personalkosten.
01:17:50: Das ist im Prinzip Kopierpapier und Gehälter.
01:17:53: Das müssten alle ehrlicherweise abbilden.
01:17:56: Ich glaube sogar das muss Transparenz sein von allen Einrichtungen.
01:18:00: Danke!
01:18:01: Einmal eine Frage dahinten?
01:18:03: Vielen Dank.
01:18:04: Ich möchte gerne auch die Frage an die Institutionen stellen, wie viel Wissen ist auch ein bisschen darüber da?
01:18:16: Wie viele Vorarbeit oder in so einen Antrag reingesteckt wird?
01:18:21: also vielleicht Hintergrund kommen eher aus dem Bildungsbereich.
01:18:24: ich habe jetzt für eine Förderung, die ich auch deutlich niedrig schwediger fand.
01:18:32: Den Eindruck habe ich schon, dass es einfacher geworden ist, Anträge zu stellen.
01:18:36: Aber allein für diesen Antrag da geht's jetzt auch nicht um eine große Summe etwa dreißig Arbeitsstunden reingesteckt aus dem Arbeitsverhältnis heraus habe ich früher auch Anträge gestellt und dann war das quasi mit abgerechnet.
01:18:50: aber ich hab jetzt so ne Perspektive dazu gewonnen wo ich dachte okay solltich diese Förderung nicht bekommen sind einfach super viel Arbeit trotzdem reingeflossen.
01:19:00: Daher meine Frage, wie bewusst ist das den Institutionen?
01:19:05: Und gibt es da Überlegungen, das irgendwie stärker mitzuberücksichtigen.
01:19:10: Weil Anträge steht ja dann auch immer ganz klar erst ab Maßnahmenstart, dass sie finanziert werden sollten.
01:19:18: Danke schön!
01:19:18: Also das ist auf jeden Fall ein Punkt der auch immer wieder besprochen wird.
01:19:21: die viele Arbeit, die man unbezahlt im Vorfeld machen muss.
01:19:25: Das ist jetzt weniger der Antrag.
01:19:27: ich glaube Da würde jetzt niemand groß mit der Wimperzucker zucken bei vier Tagen Arbeit für einen Antrag.
01:19:33: Das wird vorausgesetzt, glaube ich also das ist glaube ich nicht dass sich das jetzt groß verändert wird wahrscheinlich.
01:19:40: aber was ja auch Schlimmes sind diese Dass man oft schon etwas gedreht haben soll oder oft schon irgendwie diesen Riesen Treatments und da das ist ja wahnsinnig viel Arbeit die unbezahlt ist das Also die was jetzt diese neue Creative Development Förderung machen möchte.
01:19:55: in NRW ist unter anderem die Schritte schon früher anfangen zu lassen und das finden wir als Filmberuch.
01:20:02: Wie gesagt, ich sitze hier nicht als Förderinstitution bin da gar nicht jetzt so tief drin weil ich ein Interessensverband bin.
01:20:10: aber Wir finden es auch enorm wichtig also gut dass du es ansprichst dieses ständig unbezahlt sein Und da soll Es ein dreistufiges Modell künftig werden das schon bei einem Pitch ansetzt Also schon viel früher, also wenn man denn bisher ist es die Drehbuchförderung und dann soll es schon viel früher ansetzen und eben in drei Stufen weiterentwickelt werden.
01:20:34: Und das würde in der Hinsicht auch entlasten, finde ich auch sehr wichtig.
01:20:38: Sehr gerne!
01:20:40: Extrem wichtiger Punkt.
01:20:41: und ich würde auch sagen Es gibt ein Bewusstsein zumindest kann ich das jetzt für die Institution, die ich etwas besser kenne Das Kuratorium hat eine Förderung, die eben ins Development geht sehr früh ansetzt.
01:20:53: Da sind die Antragsunterlagen nicht sehr umfangreich und es geht wirklich darum eine Idee zu fördern.
01:20:59: also es muss noch kein Treatment oder so da sein.
01:21:01: natürlich darüber haben wir jetzt auch schon gesprochen führt das zu ich glaube vierhundertfünfzig Anträgen in diesem Jahr bei einem sehr Aktuell noch schmalen Fördervolumen.
01:21:11: Und so natürlich hängt also hängt das ein bisschen zusammen, ich glaube aber... Kannst
01:21:15: du uns da kurz zahlen?
01:21:16: Also vierhundfünfzig Anträge und das Förder-Volumen liegt bei ungefähr
01:21:19: fünfzehn?
01:21:21: Fünfzehnzehn Projekte?
01:21:22: Ja!
01:21:24: Also jetzt solange diese Erhöhung der kommt noch nicht dar ist, dass geht wirklich nur die frühe Stoffentwicklung.
01:21:30: Genau trotzdem war ja damals die Entscheidung dort und ich finde es auch sehr richtig eben nicht die Antragstellung als Hürde zu machen Damit man sagt, wir wollen noch das und das sehen.
01:21:41: Natürlich würden es dann weniger Projekte.
01:21:43: aber das ist glaube ich nicht der Ziel von einer Förderung die Talente fördert und die irgendwie am Anfang an der Laufbahn ansetzt.
01:21:51: Und bei den Hessen Filmen ist es jetzt so dass wir auch für die regulären also zum Beispiel die Produktionsförderungen im regulären Gremium verschieden also den Antrag quasi insofern verschlankt haben Viele Unterlagen gar nicht mehr vorgelegt werden müssen, sondern im Prinzip bei Antragstellung wird bestätigt.
01:22:11: Ja wir haben diese Unterlage.
01:22:13: natürlich brauchen wir sowas wie eine finanzielle Übersicht aber sie müssten dich mehr zu dem Zeitpunkt vorgelegt werden.
01:22:18: das heißt die Arbeit wie du sagst gibt es noch?
01:22:23: Sie wird aber auf einen Zeitpunkt verschoben wo man schon wesentlich näher dran ist die Förderung zu bekommen.
01:22:29: So und ich weiß, dass Moin auch ein vereinfachtes System hat.
01:22:33: Also ich glaube das ist gerade eine die es halt ein bisschen heterogen wie sich das verändert aber da tut sich vielleicht auch was.
01:22:40: Aber zu NRW muss ich schon nochmal ergänzen diese Antrag wird da enorm wichtig genommen in der Filmemedienstiftung Und ich höre sehr oft kriegen wir von der Filmstiftung übermittelt, dass die Anträge ja so schlecht sein.
01:22:53: Und deswegen betone ich das nochmal denen enorm wichtig, dass zum Beispiel diese Kalkulation total Hand und Fuß hat, dass man, dass sie merken, die haben sich damit wirklich sehr auseinandergesetzt und deswegen bieten wir auch ständig diese Beratungen an für die Kalkulationen und für so eine Hilfestellung zu geben weil man kann mit einem schlechten Antrag sofort ausgesiebt werden
01:23:13: Obwohl ich jetzt Filmemacherin bin und auch oft viel eingereicht habe.
01:23:18: Ich habe aber, um diesen Film zu drehen an Gemeindezügenvereinen gegründet Und ich bin zum ersten Mal an dieser... Ich habe zum ersten mal diese Seite gewechselt weil ich ja Förderregulare gemacht habe Antragsformulare erstellt habe und habe verstanden Ahja so niedrigschwellig kann man das gar nicht machen Weil am Ende musst du es irgendwie vergleichen und ich möchte jetzt sozusagen Parteier greifen, aber ich habe ein anderes Verständnis bekommen.
01:23:47: Warum man das, dass und das einreichen muss?
01:23:51: Für mich wäre auch eher die Frage warum arbeiten die nicht irgendwie mehr zusammen.
01:23:55: Man muss nicht bei jeder Förderung nochmal das neu und das neu machen.
01:23:59: Aber ich verstehe jetzt sozusagen als Filmemacherin, warum oft diese Anträge so umfangreich sind?
01:24:08: weil es eben... Weil da du kriegst ja am Ende nicht tausend Euro sondern Dreihunderttausend Euro oder fünfhundertausend Euro.
01:24:14: Oder es geht ja auch verdammt viel Geld meistens.
01:24:18: Richtig, ja.
01:24:19: Es ist natürlich super schwierig.
01:24:21: Wir hatten ein bisschen darüber gesprochen dass das ja auch wenn man sagt okay ich brauche jetzt nicht sofort die Filmförderung sondern ich brauch erstmal auch... sozusagen Geld um zu überleben.
01:24:31: Ihr habt zum Beispiel das Steps-Programm, du vertrittst ja ein bisschen Jennifer Stahl vom Produktionsallianz Campus – was gibt es denn noch für alternative Möglichkeiten, bis man dahin kommt sein langen Film überhaupt zu machen?
01:24:49: Kriegierenverhältnis rauszukommen?
01:24:50: Also es gibt genau, weil Jennifer Stahl ja heute leider nicht hier sein kann.
01:24:54: Die Arbeit für die oder Sie Geschäftsführerin der Produktionsallianz Campus, die Weiterbildungsprogramme Workshops Seminare anbieten zu verschiedenen Feldern zur Produktion und sind ganz eng verknüpft mit der Produktion Praxis und der Branche.
01:25:08: das macht sie so besonders und speziell.
01:25:11: Und da geht es um Themen wie Finanzierung, Kalkulationen aber auch Produktionsfragen oder um KI Basics Awareness und so weiter.
01:25:20: Diese Angebote gibt's für Beginner und Advanced.
01:25:25: Das sind natürlich alles Hilfestellungen die es gibt genauso wie bei den Filmhäusern, Filmberkstätten wo man Workshops angeboten bekommt, wo man auch zu Kalkulationshilfen zur Finanzierung
01:25:36: etc.,
01:25:37: Hilfestellung bekommen.
01:25:38: Das gibt im Filmhaus neu das Dokumotive-Laborer, wo dann einen ganzen Tag ... angefangen von der Förderung bis hinterher zu Verwertungsstrategien Tipps bekommt, also einmal so den ganzen Rundumschlag in einer Filmproduktion erfährt.
01:25:53: Das wird jetzt zunehmend mehr angeboten das sind aber natürlich auch wieder um kostenpflichtige Angebote muss man natürlich auch dazu sagen.
01:26:00: und was es ganz neu geben wird von der Produktionsallianz Campus.
01:26:03: Das startet Ende Oktober ist eine neue Plattform ein Job-Shadowing Programm New Motion auf der man sich dann über sechzig verschiedene Beruf Profile beim Film informieren kann, die auch Orientierung geben sollen in alle Gewerke.
01:26:18: Weil es gibt ja nicht nur die Regie wir haben jetzt hauptsächlich über Regie hier heute gesprochen aber es gibt noch ganz viele andere wichtige Berufen.
01:26:26: vielleicht merkt man da hey meine Qualitäten liegen ja vielleicht doch woanders und ich könnte ja auch mal Filmbeschäftsführerin werden oder eine Aufnahmeneitung und dazu gibt das jetzt auch Ausbildungsgänge neu zum Beispiel im Filmhaus Köln oder auch bei anderen Institutionen.
01:26:42: Vielen Dank Beziehungsweise man könnte sich ja auch schauen, ob man vielleicht sich ein zweites Standbein oder sowas ausbaut.
01:26:48: Das heißt also ich glaube wir werden wahrscheinlich heute nicht die Lösung finden wie man aus den prekären Arbeitsbedingungen herauskommt zum Beispiel für seinen Debütfilm einmal der Herr in Gelb.
01:26:59: Einmal hier und dann noch eine zweite Meldung?
01:27:03: Ja, erst mal danke für diesen Regen-Diskurs.
01:27:05: Das ist für mich als Filmstudent bei der FH Dortmund einfach auch besonders spannend alles zu hören was für Krisen auf mich nach dem Studium warten.
01:27:14: Ich glaube Humor ist da auch mit die beste Medizin.
01:27:19: Ich habe eigentlich ganz viele Fragen aber ich glaube ich versuche mich nochmal auf eine Frage an die Institutionsbewerber zu richten weil das glaube ich eine ganz wichtige Frage auch noch einmal ist Filmstudierende, die sich ja gerade dann auch auf das Berufsleben danach vorbereiten.
01:27:36: Ja auch Gedanken machen welche Projekte wir im Studium und vor allem im Abschluss verwirklichen.
01:27:41: einmal ganz kurzer Kontext für euch vor zwei Jahren wurde an der FH Dortmund beschlossen dass keine langen Filme mehr als Abschlussfilme gefördert werden.
01:27:50: Das heißt wie kriegen keine Projektverträge für Langfilme?
01:27:54: letztes Jahr wurde beschlossen es werden auch keine mittelang filme mehr Als abschlussfilmen gesetzt.
01:28:01: Das heißt, von unseren DozentInnen gibt es keine Unterschrift für die Projektverträge wenn wir dort Drehbücher haben für Mittelang-Filme.
01:28:09: Das heisst das längste was wir machen dürfen sind dreißig Minuten.
01:28:12: Das wird wahrscheinlich auch runtergehen.
01:28:14: kurz der Kontext dazu was die Entscheidung dahinter ist.
01:28:17: bei der FV Dortmund entstehen fünfundzwanzig bis vierzig Filme im Jahr.
01:28:20: Wenn da bei dreizig Drehtagen die meisten Studierenden einfach fehlen sind sie nicht.
01:28:25: bei den anderen Projekten die entstehen sollen als Regieassistenz als Kamera Assistenz und Co.. entstehen weniger Filme, nur weil es riesige Abschlussproduktionen gibt.
01:28:35: Jetzt höre ich hier als Filmstudent dem die ganze Zeit eingetrichtert wird ja mach doch einfach mal einen guten fünf Minuten oder einen guten zehn Minuten.
01:28:43: das hat viel mehr Wert als Abschlussfilm als so ein dreißig Minute oder forty-fünf Minuten.
01:28:49: Und jetzt höre ich, naja ohne langen Film im Portfolio wirst du eh nicht gefördert bei langen Filmproduktion.
01:28:55: Ich möchte da nur noch eine ganz kurze Sache dranhängen weil ich dieses Beispiel unfassbar schön finde, weil es auch wieder zu diesen prekären Situationen passt.
01:29:04: Würdet ihr uns dann empfehlen das ähnlich machen wie dieses wunderschöne DFFB-Projekt wo auch keine Langfilme gefördert werden?
01:29:12: Das melancholische Mädchen wo die bei ihren DozentInnen eingereicht haben, gesagt haben ja wir würden gerne anstand der maximalen zwanzig Dreh Tage vierzig machen.
01:29:20: Aber wir machen da noch halbe Arbeitstage wegen der Work-Life Balance.
01:29:24: Haben denn im Endeffekt volle Drehtage gemacht und einen Langfilm produziert obwohl es nicht erlaubt war?
01:29:29: oder würdet ihr sagen ne so ein wertvoller fünfzehn Minuten hat?
01:29:31: Der hat doch noch eine Chance!
01:29:33: Das ist so.
01:29:34: meine Frage vielleicht an euch.
01:29:35: Vielleicht kann ich direkt sagen... Ich habe ja mit einem Kurzfilm abgeschlossen.
01:29:39: Dann war ich ein anderes Studium gemacht, wieder einen Kurzfilm gemacht und dann hatte ich dieses Essay-Dokumentar-Filmprojekt.
01:29:47: Das war nicht komplett meins allein.
01:29:49: Wir waren ein kleines Team, das war fließend aber das war so eine kollaborative Arbeit und es gab einen Regisseur der letztendlich auch als Regisseure dasteht.
01:29:58: Obwohl
01:30:00: ist ein Film von uns... Danach habe ich noch mal einen Kurzfilmen gemacht und das war Animationsfilm.
01:30:06: Das heißt, bis zu meinem eigentlichen Debüt Spielfilm in dem Sinne habe ich keinen einzigen Spielfilm komplett selber gemacht.
01:30:13: Also ich glaube die Wege sind alle individuell sehr unterschiedlich.
01:30:16: du sagst ne bei dir hat man sich aufgehängt weißt du?
01:30:20: Ich hab ein Animationsfilm gemacht und die haben mir irgendwie vertraut dass sie das so spannend fanden was die dachten.
01:30:26: gut also ich würde jetzt auch nicht unbedingt entmutigen.
01:30:29: ich meine hier das stimmt es ist schwer Dessenbewusstsein.
01:30:34: Es gibt ja Erfolgsgeschichte, es gibt ja Zwanzigjährige die dann schon irgendwie ... ihr habt vor zwei Jahren
01:30:40: ... Krawie
01:30:42: dieser Kanadier einen Prasidulon exaviert.
01:30:46: So ist es ja wer weiß vielleicht... Ja!
01:30:50: Es kommt darin drauf an was bist du für ein Typ?
01:30:52: Was für Stoffe oder welche Dinge du machen möchtest?
01:30:55: das ist ja extrem unterschiedlich.
01:30:57: und ja es ist schwer Aber man macht das ja freiwillig, ich meine...
01:31:01: Das hört er auch nicht auf.
01:31:02: Natürlich will
01:31:03: nur dafür plädieren so ein bisschen.
01:31:05: also da diese Einwand warum die Struktur?
01:31:08: so ist es blöd und wir können sie natürlich kritisieren und irgendwie bitten können wir die Strukturen ändern.
01:31:13: leider isst ihn nun mal so wie sie ist dass heißt wenn wir uns da rein begeben wissen wir das ja Und dann kann man da nicht sagen Ja Ich weiß Da Ist alle super schwer da kommt man rein und sagt Ich krieg hier nichts.
01:31:23: Also
01:31:24: Beziehungsweise man kann ja auch zum Beispiel in ein Interessensverband gehen dort diese Themen anbringen, aber bis die Struktur sich verändert dauert es einfach und ich glaube also viele Probleme sind mittlerweile der Branche bewusst.
01:31:36: Ich glaube um sich aber in dieser Zwischenzeit nicht entmutigen zu lassen gibt's halt.
01:31:42: wenn man sagt okay ich möchte das machen dann gäbe es halt zum Beispiel alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie zb Slow-Budget zu finanzieren oder zum Beispiel Crowdfunding zu machen.
01:31:52: Oder zum Beispiel private Finanzierungen, Stiftung anzufragen und ich würde noch deinen Beitrag kurz hören sollen ja und dann würde ich einfach mal so eine kleine Checkliste machen wenn man sagt okay entscheide mich jetzt dafür.
01:32:09: Ich merke, ich habe einen Kurzfilm als Abschluss gemacht und ich komme aber trotzdem nicht weiter.
01:32:13: Und ich muss irgendwie in den sauberen Apfel beißen und will einfach so schnell wie möglich ein Langfilm produzieren.
01:32:21: Welche Möglichkeiten gäbe es da?
01:32:23: Genau!
01:32:23: Und dass wir einfach mal die Liste durchgehen.
01:32:25: Also ich finde das total super, Kurzfilme an Hochschulen zu machen.
01:32:28: Ich finde überhaupt nicht, dass Hochschule lang Filme machen müssen Und mit Kurzfilmen hast du ja eine Riesenfestival-Auswahl.
01:32:35: Also es gibt also unfassbar viele Kurzfilm-Festivals.
01:32:38: und dann da zu landen, mit einem Spitzen Kurzfilms ist eine Supervisitenkarte anschließend für deinen Debüt filmt nach dem Studium.
01:32:45: Da gibt es auch wirklich ein paar ganz gute Fördermöglichkeiten für das Debüt.
01:32:51: Es gibt auch Sender die Debuts konkret fördern wie zum Beispiel das ZDF kleine Fernsehspiel Mit denen auch Mehmet und Klaus zum Beispiel zusammengearbeitet haben gibt die die Talentfilmförderung beim Kuratorium genau für den ersten, zweiten und dritten Film glaube ich sogar.
01:33:08: Also da gibt es ja dann wirklich Möglichkeiten.
01:33:10: Und wenn du dich damit ein super Kurzfilmen, den Du gemacht hast als Abschluss?
01:33:14: Ich finde überhaupt nicht dass man mit einem langen Film abschließen muss.
01:33:17: also dazu würde ich jetzt gar nicht unbedingt raten.
01:33:19: Noch
01:33:20: einmal kurz die Wortmeldungen hier.
01:33:21: Ja, ich würde ganz gerne einmal noch mal auf weil das jetzt mehrfach gekommen ist.
01:33:26: Die Kalkulation muss gut sein, wenn man einen reicht.
01:33:30: Jetzt haben wir die Erfahrung gemacht, was heißt, die Kalkulation muss gut sein.
01:33:35: Also wenn man so kalkuliert, dass man sagt okay jetzt kriegen die Leute bei uns Mindestlohn, die Drehtage stimmen, Arbeitszeiten stimmen dann kommt als Feedback eure Gehälter.
01:33:45: also eure Gehaltskalkulation ist viel zu groß.
01:33:47: Das ist ein Feedback.
01:33:48: das haben wir schon so bekommen und im Prinzip wird einem gesagt ja ne ihr könnt die Leute nicht fair bezahlen.
01:33:54: also ihr müsst beutet bitte die leute aus.
01:33:57: ich glaube Was mir wirklich fehlt, ist der Aufschrei.
01:34:02: Das machen wir ja alle.
01:34:03: also ich mache auch... Ich habe bis jetzt noch nicht einen einzigen Kurzfilm gedreht bei dem wir nicht alle Leute ausgebeutet haben inklusive uns selbst weil es anders nicht geht.
01:34:10: aber das muss ja ein Aufschreie kommen und das fehlt mehr halt weil da immer wieder gesagt wird Also wir haben zwei großartige Filmemacherinnen auf der Bühne die sich für ihre Filme ausbeuten, die ihre Crew ausbeute mussten Weil es nicht anders geht Und dann von Förderanstalten das Feedback zu kriegen.
01:34:24: Die Kalkulation ist nicht gut weil ihr die Leute verbezahlt im Grunde.
01:34:29: Das ist halt was, da muss sich ja etwas ändern.
01:34:31: Da hat auch schon Umdenken eingesetzt.
01:34:33: also wir haben zum Beispiel vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft in Gegenzugauflagen bekommen wo wir jetzt langsam nicht mehr wissen wovon wird die Hohengelder bezahlen?
01:34:41: Gehälter bezahlen sollen also dass wir jetzt manche Veranstaltungen eigentlich nicht mal machen können, weil wir diese hohen Gehältern in unserem Budget gar nicht haben.
01:34:48: Also das ist die Umkehrung jetzt quasi davon.
01:34:51: aber ich wollte eigentlich vor allen Dingen sagen es ist ein totales Thema.
01:34:53: Das ist auf jeden Fall in der Filmkultur sehr angekommen.
01:34:56: Und wir machen mit dem Netzwerk Filmkultur auch eine Veranstaltung bei der Duisburger Filmbranche.
01:35:00: ganz konkret zur Bezahlung, ganz konkret zu Finanzierung von den Menschen und das es eben keine Unterbezahlungen mehr sein darf, dass wir von dieser Ausbeutung weg kommen müssen und zu fairen Löhnen kommen müssen.
01:35:16: Also das ist auf Jeden fall in der Diskussion Mit guten Kalkulation meinte ich vor allen Dingen, angepasst sein muss und für die Jury klar nachvollziehbar sein muss, dass das stimmig ist.
01:35:28: Das erst mal so.
01:35:30: Und wenn man da sich nicht gut auskennt, dass man sich vorhin eine Beratung holt also unser Vorstandsvorsitzender zum Beispiel Thorsten Reglien bietet jetzt auch im Filmhaus ein how to do P zwei irgendwie so ganz niedrigschwellig an wo man das nochmal konkret erklärt bekommt.
01:35:44: oder man kann bei uns eben wenn man nicht mehr Studierende ist auch eine Berätung dazu konkrete Anfragen es macht.
01:35:51: Ich glaube, das sind ganz viele Wortmeldungen.
01:35:54: Marjana, du wolltest noch etwas dazu einhaken oder?
01:35:57: Ja nur ganz kurz.
01:35:59: also soweit ich weiß es ist jetzt auf jeden Fall in Skabets diesen langen Novellierungsprozess der Bundesförderung was ich ganz eingangs so ein bisschen gesagt hatte und in den Richtlinien von FFA Kuratorium auch sicher bei einigen Länderförderungs sind.
01:36:15: jetzt ist der Tarif verankert Und sind die sozialen Standards verantwortet?
01:36:19: Das heißt, das ist auch dann prüfungsrelevant und die Bezahlung wird überprüft.
01:36:24: Ja Dankeschön!
01:36:25: Ich möchte vielleicht an der Stelle einmal noch kurz einhaken und sagen es ist halt auch super wichtig in diesen Momenten jetzt zusammenzustehen statt tatsächlich da passiert ganz viel.
01:36:37: und gleichzeitig ist es glaube ich so Auch wenn das bitter ist, dass man von der untersten bis zur obersten Ebene auch mal ganz bewusst machen muss anfangt bei den Rezipientinnen.
01:36:48: Was ist das für ein Wert?
01:36:50: Auch als Kulturgutfilm also auch da nochmal in der Diskussion einfach mit dem eigenen Umfeld das auch transparent zu machen und dass es vielen Leuten nicht klar aber auch bei der Politik anzufangen kommunal auf der Landesebene.
01:37:04: uns begegnet da ja auch im Dialog ganz oft das Unwissen darüber unter welchen Bedingungen arbeiten wir und zu welchen Konditionen.
01:37:13: Und ich kann jetzt nur sagen, ich habe damals bevor ich bei der Filmwerkstatt gelandet bin zusammen mit Steffi meinen ersten langen Film gemacht.
01:37:22: direkt
01:37:23: Ich war noch Studierende, das heißt ich hatte Glück dass wir so eine Stoffentwicklungsphase hatten nach der ich dann keine Studierenden mehr war sozusagen.
01:37:31: Denn ich hätte eben in diese Förderast da nicht reingepasst als Seiteneinsteigerin damals.
01:37:37: Das Feedback auch von der Film- und Medienstiftung bekommen.
01:37:40: damals konnte dann Gott sei Dank mit RKP Geldern drehen Wofür auch der Dialog ganz wichtig war damals.
01:37:48: Auch der Dialogue mit der lokalen Kulturpolitik, die sich für das Projekt eingesetzt haben oder die ich wirklich mit Türklinken putzen quasi abgeholt habe damals für das Projekt.
01:37:59: Das ist super viel Arbeit und es ist demotivierend.
01:38:03: Aber der Benefit ist natürlich auch, dass die Leute mit diesen Kontakten wissen wie entstehen solche Filme überhaupt und was steckt da auch für eine Arbeit drin.
01:38:13: Und es ist halt bitter das diese Erkenntnis noch nicht da ist.
01:38:16: auf der politischen Ebene und auch bei denen die ins Kino gehen, ist diese Erkennung teilweise leider nicht da.
01:38:26: doof, aber da muss man auch diese Basisarbeit zusammen leisten und deswegen ist es dann so wichtig in so Prozessen wo jetzt Kürzung passieren.
01:38:35: Auch tatsächlich zu sagen
01:38:37: gut,
01:38:38: da fahre ich dann mal zu einer Demo oder da werde ich Teil von Monokultur in Münster zum Beispiel, wo sich die freie Szene engagieren kann möchte, aber auch noch einmal darauf hinweisen zB dass auch immer wieder kleine positive Sachen entstehen wie zum Beispiel beim LWL.
01:38:53: gibt das jetzt denn freies Szenefonds?
01:38:56: was ich sehr wertvoll daran finde, ist dass die Künstler in Selbstgeld dort beantragen können und das man sich dann auch weniger ins Gehege kommt mit, sage ich mal den Förderung von organisationaler Ebene.
01:39:09: Das ist natürlich keine Filmförderung aber auch da möchte ich noch einmal sagen es wichtig sich auch mit den anderen kultursparten zu vernetzen und den Kunst sparten denn der film ist auf lokaler Ebene nicht genug sichtbar Und auch auf Landesebene können.
01:39:25: also sind wir da dran, aber können noch mehr tun.
01:39:28: Und deswegen ist es so wichtig auch mit anderen darüber zu reden immer wieder genau wie wir's jetzt machen.
01:39:38: Ich möchte dazu nochmal ergänzen weil eben deine Frage kamen Wie kann ich meine Filme finanzieren oder fertigstellen wenn nicht zu der genannten Hochschule gehören?
01:39:50: Auf meiner Suche nach ProjektpartnerInnen bin Super vielen Institutionen vorbeigekommen zum Beispiel AKP.
01:39:58: Ich weiß gar nicht mehr genau, wie viel
01:39:59: regionales Kulturprogramm
01:40:01: mit denen hatte ich dann Kontakt das war.
01:40:05: leider waren wir drei Tage vor Frist da ist man auch schon zu spät dran.
01:40:12: aber es gibt so viele
01:40:15: Kleine
01:40:16: Töpfe
01:40:18: in der Region, zum Beispiel auch dieser Kulturrucksack.
01:40:20: Es gibt RKP... Ich hab mich nicht mit denen dann oder?
01:40:30: Die können auch kleine Projekte fördern.
01:40:32: Also es gibt außerhalb dieser ganzen Filminstitutionellen Förderung ganz viele kleine Institutionen, die dann sagen oh ein Filmprojekt hatten wir noch nie okay und das war zum Beispiel bei RKP damals.
01:40:44: Das war dann eher ein bisschen komplizierter weil sie gar nicht wussten mit umzugehen für uns normal sind.
01:40:51: aber da kann ich ja nur ermutigen Es ist viel mehr Arbeit Du sie suchen musst, du musst sie recherchieren.
01:40:59: Sie sind irgendwo aufgelistet wie diese normalen Filmförderung.
01:41:02: Aber es lohnt sich total zu gucken.
01:41:04: Es gibt Stiftungen.
01:41:06: Mein Projekt wurde nämlich zum Beispiel auch vom LVR.
01:41:10: Das fällt immer ein bisschen runter aber wir haben Geld vom LVR bekommen eben für den Erhalt der Mundart.
01:41:16: also die haben dann vielleicht nicht... Das Film ist wegen, sondern wegen der Mundart.
01:41:22: Also manchmal kann man auch gucken okay was macht mein Film aus?
01:41:25: und wo kann man vielleicht dieses Projekt vorstellen?
01:41:27: Auch haben wir Unterstützung von einer Stiftung bekommen die sich mit Tod- und Humor auseinandersetzen wenn sie gesagt haben ah ok dein Film passt da rein.
01:41:36: also manchmal muss man sehr nischig suchen was viel mehr Arbeit bedeutet.
01:41:41: aber um viel Arbeit ist das negative was das positive dabei ist.
01:41:46: du hast nachher schon ich habe ... die diesen Film unterstützen, die dafür sorgen dass er gesehen wird... ...dass irgendwie kleine Screenings stattfinden.
01:41:58: Du hast schon so eine enorme Gruppe von Unterstützern, die schon an dich glauben im Vergleich vielleicht zu einer oder zwei Förderungen den du eine E-Mail schreibst.
01:42:07: Es ist super viel Aufwand weil jeder kriegt seine eigene E-mail und Anruf und jeder möchte irgendwie auch Ja Sie sehen und gehört werden, aber es gibt viele Möglichkeiten auch neben diesen klassischen Filmförderungen.
01:42:20: Genau lasst uns sie doch einfach einmal durch exerzieren.
01:42:23: Also Steffi hat noch
01:42:24: eine kleine Ergänzung, weil du gesagt hast die regionalen Partnerin Die Filmwerkstatt hat so was mittlerweile sehr gut aufgelistet denn zusammen mit dem Kulturbüro Münsterland haben wir einen Workshop mal gemacht zum Thema Förderkompass allgemein Und da habe ich so ein Einput gegeben zur Finanzierung hier vor allem in der Region.
01:42:41: Und bei so was, wenn es in Münsterland ist, sprecht die Filmwerkstatt an.
01:42:44: Also wir kennen hier die verschiedenen Partnerinnen wo man hingehen
01:42:47: kann.
01:42:48: Da ist das glaube ich total gut und ich glaube immer gut von der Region aus zu gucken.
01:42:53: Wir versuchen das Kulturamt hier im Münster sowas von auf den Film aufmerksam zu machen, zu sagen Das ist Film, das ist Kunst, das Kultur.
01:43:00: Das ist uns ganz wichtig um da auch Gelder abzuknüpfen.
01:43:03: dass es nicht nur für Theater & Co jetzt ist muss man jetzt auch mal sagen.
01:43:07: Genau, und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen Stiftungsgelder ist ein sehr spannendes Thema.
01:43:12: zu gucken.
01:43:13: Was ist das Thema meines Films?
01:43:15: Und zu wissen wer meine Zielgruppe ist eine grundlegende Sache.
01:43:17: Worum geht es in mein Film sich da auch mal festzulegen?
01:43:20: Das musste halt vorher wissen.
01:43:21: so und dann zu gucken was gibt es dafür Stiftung?
01:43:23: Ein großer Vorteil ist wenn ihr unabhängige Gelder bekommt isst Ihr müsst nicht warten bis ihr die erste Rate abruft.
01:43:30: Die zweite alte Abruf des heißen Cashflow Plan ist vielleicht besser garantiert als mit den anderen.
01:43:36: Und das vielleicht zu kombinieren könnte sehr gut sein, also da zu überlegen und ich weiß immer noch auf unser tolles Seminar mit Klaus von der Filmfaust hin Filmfinanzierung und Kalkulationen.
01:43:46: Also deswegen nutzt die regionalen Strukturen um euch zu informieren weil ich glaube nur so können wir zusammen gucken dass wir das vielleicht ein bisschen verändern oder uns unterstützen.
01:43:59: Vielen Dank.
01:44:00: Also einmal halten wir fest Finanzierung durch Stiftungen oder Institute, die jetzt nicht unbedingt was mit Filmen zu tun haben.
01:44:07: da kann man einfach anklopfen und man muss ihn dann wahrscheinlich sein Anliegen erklären weil sie es noch nicht gemacht haben.
01:44:12: aber wie in deinem Fall hat das sehr geklappt?
01:44:14: Kann das klappen?
01:44:16: als nächstes würde ich sagen Crowdfunding Vorteile Nachteile kurzes Feedback.
01:44:21: kann da jemand etwas zu sagen?
01:44:22: Also ich hab kein klassisches Crowdfunding gemacht.
01:44:24: Da habe ich mich aktiv gegen entschieden, weil ich vorher mit FilmmacherInnen gesprochen habe, die das gemacht
01:44:30: haben
01:44:30: und es war für mich... Ich muss ein Teaser drehen wahrscheinlich, dass es irgendwie bewegtes Material gibt für die Leute und so.
01:44:37: Das war auch die Abwicklung im Nachhinein, das habe ich gemerkt.
01:44:40: Es
01:44:42: ist
01:44:42: für mich in dem Moment nicht das Richtige.
01:44:44: deswegen habe ich eine andere Art von Crowdfunding durch kalte Akquise und Projekt vorstellen.
01:44:52: Bei Crowdfunding hat man ja normalerweise relativ kleine Beträge von ganz, ganz vielen Menschen.
01:44:57: Das heißt im Nachhinein ist man sehr, sehr lang damit beschäftigt diese ganze Rechnung Abwicklung zu machen.
01:45:03: also das was ich gehört habe aber vielleicht habt ihr da andere Erfahrungen war eigentlich dass die Leute die das auf dieser Art und Weise gemacht haben nach Geld verloren haben weil sie dann versprochen haben wir schicken die DVD hinterher oder das oder das wir laden euch ins Kino ein.
01:45:20: Neben diesem Film machen
01:45:22: zu viel
01:45:22: Arbeit privat.
01:45:24: also du hast Leute angerufen was damit zwei Jahre beschäftigt.
01:45:27: das ist vielleicht so die downside aber halt weniger ja Verwaltungsaufwand oder Nachbereitung als jetzt bei so einem Riesen crowdfunding.
01:45:34: Du hattest noch gesagt Geld ohne Spendenquittung ist schwierig.
01:45:38: Was war damit gemeint?
01:45:42: Genau, was ich ganz am Anfang gesagt habe.
01:45:43: Ich habe festgestellt, dass es einfach viele Menschen da draußen gibt die Geld besitzen und das gerne auch geben möchten.
01:45:50: aber sie wollen eine Spendenquittung haben, was sich auch total nachvollziehen kann?
01:45:54: Ich habe da erst versucht Partnerinnen zu finden.
01:45:57: jetzt weiß ich es gibt diese Partner nicht.
01:45:58: glaube ihr macht das auch als Gemeinnütziger irgendwie Ja genau, und das war bei mir schwierig.
01:46:06: Ich habe nicht den Partner die Partnerin gefunden wo ich gesagt habe.
01:46:10: wir können das zusammen abwickeln.
01:46:12: deswegen haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet
01:46:16: der
01:46:17: Film- und Kunstprojekte fördern können.
01:46:21: Cool!
01:46:22: Und dann es gibt ja auch sowas wie so private Förderer.
01:46:25: also jetzt zum Beispiel... Wir haben jetzt über Stiftung schon gesprochen aber es könnte jetzt z.B.
01:46:29: eine Firma.
01:46:31: ich weiß nicht Jetzt fallen mir nur Negativbeispiele ein.
01:46:36: Eine coole Firma sagen, hey wir möchten gerne Geld geben das gibt es ja glaube ich in Amerika zum Beispiel dass so private Finanziers dann irgendwie einsteigen also die denn sehr groß sind.
01:46:49: habt ihr sowas auch schon in eurem Kulturkompass mit drin?
01:46:52: Dass da auch so normale Firmen gelistet werden die Lust haben Kultur zu fördern?
01:46:58: Bisher noch nicht, obwohl zum Beispiel haben wir jetzt hier Finne-Brauerei.
01:47:03: Wir haben ja gerade unseren, also Mark Piersch und ich mein Kollege, wir haben auch unseren Debutspielfilmen gedreht, haben da über fünf Jahre dran gearbeitet.
01:47:11: Und wir haben dann wirklich in Münster die einzelnen Bäckereien alles mögliche abtelefoniert und gefragt können wir günstiger irgendwie essen bekommen?
01:47:21: das ist glaube ich der weg.
01:47:22: Und leider merkt man auch hier wir haben ja fürs filmfestival nach regionalen partnern gesucht, ist halt die aktuelle lage ist nicht viel kohle im top und die dann zu sagen er habt ihr noch ein bisschen geld für uns.
01:47:33: es heißt so eine richtige liste gibt es nicht.
01:47:35: aber es gibt ja auch die Sparkassenstiftung.
01:47:38: Es gibt noch viele andere Stiftungen, wie es gibt und da hat auch die Filmwerkstatt schon mit Filmprojekten zusammengearbeitet dass wir eine Ko-Produktion eingegangen sind und gesagt haben okay wir beantragen dann zum Beispiel bei der Stiftung als gemeinnütziger Verein Wir können das nicht bei jedem Projekt machen ist ganz klare Sache weil du musst immer gucken dass wir nicht die Gemeinnützigkeit verlieren und Satzungsbeck und so genau.
01:48:00: aber um auf die Frage zu antworten nein leider noch nicht.
01:48:03: Noch eine gute Aufgabe
01:48:05: Marianna, wie sieht es bei euch aus?
01:48:06: Könntet ihr euch vorstellen als Filmförderung zum Beispiel so ein Networking mit angehenden Filmschaffenden bzw.
01:48:12: Nachwuchs?
01:48:13: und wir sagen immer nachwuchs.
01:48:14: aber das bedeutet nicht dass man jetzt unbedingt jung sein muss sondern das heißt einfach dass man zb noch nicht seinen langen film oder nur nicht seine zwei langen filme gemacht hat genau sowas zum beispiel zu organisieren wo der nachwuchstes talent auf die industrie zum beispiel trifft.
01:48:29: also ich glaube das gab's in der von mich.
01:48:32: ich könnte mir vorstellen dass eine Möglichkeit ist, so was zu organisieren.
01:48:37: Es ist ja auch so das im Zuge dieser großen Förderreformen die jetzt schon die ganze Zeit läuft ein Bestandteil davon auch ein sogenanntes Steueranreiz Modell sein soll.
01:48:48: Das hat jetzt glaube ich den Namen nochmal geändert.
01:48:51: Ich glaube es ist tatsächlich noch sehr in der Diskussion.
01:48:55: deswegen also es gibt zumindest die Möglichkeit viele andere Länder auch unsere direkten Nachbarn nutzen das schon als im Prinzip Firmen in Filmprojekte investieren und dafür für diese Investition eine Steuer quasi die Steuerrückzahlung bekommen.
01:49:11: Und das macht natürlich des sogenannte Private Equity oder die Investition total attraktiv, das geht ja so ein bisschen.
01:49:17: also wir reden jetzt klar über Stiftungen.
01:49:20: es ist absolut ne Frage warum.
01:49:22: es gibt immer wieder Firmen die dann Stiftung gründen um sei es Ausbildung oder Forschung zu unterstützen.
01:49:31: Ich glaube, dazu gibt's keine Zahlen aber ich glaube der Film ist da unterrepräsentiert.
01:49:34: kann man auch mal fragen wieso eigentlich?
01:49:37: Im Vergleich zu vielleicht anderen Kunstformen in diesen Stiftungen und eben für die Beteiligung von Unternehmen mit Investitionen Gibt es zumindest diese Pläne?
01:49:46: Ich kann mir jetzt im Moment überhaupt nicht sagen, wie weiter Ferne da die Umsetzung liegt.
01:49:50: Aber dafür gibt es eigentlich ein erprobtes Modell aus dem Ausland.
01:49:54: Die Frage ist, wie sich das in Deutschland umsetzen lässt.
01:49:56: Eine andere Frage oder beziehungsweise einen Vorschlag von Steffi war in unserem Vorgespräch, dass es mehr überregionale Kooperationen gibt.
01:50:05: Wie könnte zum Beispiel sowas aussehen?
01:50:07: Du hattest du da schon Ideen, wieso was aussehen könnte?
01:50:11: Ich glaube, als wir im Vorgespräch waren hatten wir dann überlegt.
01:50:14: Weil zu mir hatten sie zum Beispiel beim MDR gesagt in Sachsen bei der Förderung Ja, wir wollen ja keinen Fördertourismus.
01:50:23: Also ich komme halt gebürtig aus Sachsen-Anhalt wäre eigentlich so aus der Region hätte Filmschaffen aus der Regionen angesprochen kann nicht auch nachvollziehen.
01:50:31: aber Dann haben wir uns hier im Gespräch gefragt Wäre es denn nicht sogar spannend wenn die Filminstitutionen Bundesländer übergreifend so ein Networking Veranstaltung macht wo sich Produzentinnen, Regisseurinnen miteinander treffen aus den unterschiedlichen Bundesländern um zu sagen hey wir connecten uns im gemeinsamen dann als Produktionsfirmen vielleicht sogar zusammenzukommen um den Nachbarbundesländern zusammen Förderung zu beantragen und Filme zu machen.
01:50:57: Ihr habt ja so ein bisschen was in die Richtung das ist so einen regionalen Effekt gemeinsam mit Rheinland-Pfalz?
01:51:04: Ne mit Baden-Württemberg.
01:51:05: Genau das ist glaube ich so ein bißchen.
01:51:07: da ist es den eher auf einer formalen Ebene dieser Also die Regionalförderung laufen ja eigentlich immer unter dem, da kommt im Prinzip das Geld aus den Regionen und das Ziel ist das Projekt auch in der Region zu halten.
01:51:21: Das kann einmal sage ich einen für die Förderungen, für die ich jetzt vor allen Dingen sprechen kann für diese Talentfilm-Förderung.
01:51:27: Ist es eher dass zum Beispiel Talente Q aus der Region dann tatsächlich kommen?
01:51:33: Es bedeutet aber im Regelfall, dass das Projekt auch dort umgesetzt wird und da um quasi das Messbar zu machen gibt es den sogenannten Effekt also wie viel Geld quasi gefördert wird.
01:51:44: Und dann im Verhältnis dazu wirklich in der Region ausgegeben wird.
01:51:48: Da hat Hessen Film zum Beispiel mit Baden-Württembergs ein Austauschmodell
01:51:52: d.h.,
01:51:52: dass man im Prinzip Kosten die in Baden Württmberg in dem Fall entstehen, auch in Hessen anrechnen kann.
01:51:57: Das erleichtert es natürlich.
01:52:00: zu dem wirklich den Netzwerken und so ich glaube das machen ja auch die Förderung unterstützen da ja auch quasi ihre ansässigen Festivals weil das sind eigentlich genau die Orte wo man immer wieder sagen kann dann kann man da Pitchings, Co-Production, Meetings, Breakfasts und wie auch immer das ganze heißt um genauso also quasi die Regionen noch ein bisschen näher zusammenzubringen.
01:52:22: Also eigentlich so was wie ein interregionales Speed-Dating oder sowas Speed-dating Format könnte man mal gebrauchen.
01:52:27: Genau das wollte ich gerade anmerken, das macht das Filmwiro im Dezember.
01:52:31: in Speed- Datingformate arbeiten wir gerade dran und zwar wollen wir da Stoffpitchings an Produzentinnen bringen.
01:52:38: Wir haben jetzt damit angefangen erstmal die Produktionsfirmen zu kontaktieren wer dabei wäre und dann werden wir das so machen dass anonymisiert die Stoffe an die Produktionsfirmen, die sich wiederum die AutorInnen gewünscht haben.
01:52:53: Schicken werden sie sich dann kommenten und sagen hey den und denen und den Stoff finde ich interessant.
01:52:58: Und dann bringen wir die in Form eines Beat-Datings zusammen also konkret die sich auch wirklich dafür interessieren.
01:53:04: so ist das Konzept gedacht.
01:53:06: Okay spannend.
01:53:08: Jacqueline du hattest auch die Idee einer Plattform?
01:53:13: Wir sprechen jetzt alles mal irgendwie in den Raum, was man vielleicht...
01:53:16: Also naja meine Erfahrung war halt okay.
01:53:19: Ich überantrage Geld in NRW aber ich habe eine Münchner.
01:53:22: es gab früher eine Partnerfirma mit der ich das gemacht habe.
01:53:27: Warum hab' ich jetzt eine Münchener Produktionsfirma?
01:53:29: Und da ist natürlich diese Frage von Na ja ich möchte die Filme machen Mit dem Menschen mit denen ich mich wohl fühle und Die Förderung sagen, naja du musst hier das mit den Menschen machen, die dann hier in diesem Bundesland sind.
01:53:39: Deswegen ich verstehe Mich und ich verstehe auch die Förderung.
01:53:43: Und deswegen habe ich gedacht, okay wie was... Wie findet man denn diese Firmen?
01:53:50: Natürlich kann ich jetzt irgendwie eine Produktionsfirma durchgehen.
01:53:52: Die sitzen dort und dort aber auf
01:53:54: jedes Filmfestival fahren.
01:53:56: Ja also wenn es eine Plattform gibt wir sagen hey wir haben irgendwie Kapazität Wir haben noch Referenzpunkte oder wir haben das und dass wir suchen ein Projekt aus oder für oder so vielleicht
01:54:07: Festivals finde ich auf jeden Fall auch einen guten Aspekt, weil da ja auch immer irgendwelche Branchen Sachen Networking Sachen stattfinden.
01:54:14: als nächstes kommt zum Beispiel das Film Festival Cologne.
01:54:17: Da gibt es mehrere Branchen Events unter anderem macht dass mir den Gründerzentrum da auch ein größeren Branchentag ein Creator's Day.
01:54:25: also da kommt man dann sehr gut in Kontakt miteinander.
01:54:30: So, ich würde sagen wir müssen uns langsam den Ende zuneigen.
01:54:33: Denn wir haben ja gleich auch noch die Masterclass mit der es weitergehen wird.
01:54:37: Falls es jetzt im Publikum noch Stimmen gibt ihr sagt ihr habt noch Fragen oder ihr habt irgendwie Anregungen oder ihr möchtet teilen wie ihr euren Langfilm finanziert habt dann wäre das genau der richtige Zeitpunkt.
01:54:50: Dann würde ich sagen habt ihr noch ein Abschlussstatement?
01:54:54: Gibt's noch jemanden der etwas los werden möchte?
01:54:57: Ja, man darf sich nicht entmutigen lassen von den Absagen der Situation.
01:55:01: Weil wir sind Filmmacherinnen, weil wir eine Haltung haben über was erzählen wollen.
01:55:06: Es wird immer Leute geben die sagen nein danke vielen Dank für den Stoff denn wollen wir nicht.
01:55:09: also ich glaube man darf es sich einfach da nicht entmutigen lassen und wenn man an seinen eigenen Stoff glaubt dann wird man Kooperationspartner empfinden die da diesen Weg mitgehen.
01:55:20: auf jeden Fall
01:55:21: finde ich auch ja vernetzt euch kommt zusammen Redet miteinander
01:55:27: und ruft bei der Filmförderung an.
01:55:29: Und vielleicht auch von einer ganz anderen Seite, also die Rezeption welche Filme werden heute überhaupt geguckt?
01:55:36: wer will sie sehen?
01:55:39: Manchmal habe ich das Gefühl in der Gesellschaft als solche.
01:55:41: vor allem in Deutschland gibt es vielleicht gar nicht so eine große Wertschätzung für bestimmte Formate Weswegen auch Gelder auf eine bestimmte Art und Weise dann wiederum verteilt werden, weil das Geld ist ja da.
01:55:55: Die Frage ist nur wie wird es verteilt?
01:55:57: Das ist jetzt nochmal ganz anderer Topf jetzt die ich hier aufmache.
01:56:00: aber das ist auch gar nicht, weil die Frage ist genau welche Filme will man sehen, weil jetzt die Gelder sind dabei.
01:56:07: dann heißt dass wir wollen jetzt größere Projekte fördern weniger aber größere Projekt.
01:56:12: Aber was bedeutet das wenn mehr Geld drin ist mehr Risiko?
01:56:16: Man will kein Risiko eingehen.
01:56:17: Also werden die Projekte, die dann gefördert werden eher konservativer im meisten Fallen.
01:56:23: So, ne?
01:56:24: Und manchmal ist das auch so von der Seite der etwas progressiveren, lieber Beranlerinnen Leute Wir wollen zwar die faire Bezahlung Aber durch die faire... Das ist so ein Teufelskreis.
01:56:34: Durch die faire bezahlungssteigen die Budgets Durch die Budget steigt das Risiko und am Ende machst du Reaktionäre Filme.
01:56:42: Also nicht reaktionär, aber vielleicht etwas was nicht unbedingt.
01:56:46: Na wie kommt man da raus?
01:56:48: Wie kommt man daraus?
01:56:52: kann man seine eigene Handschrift bewahren und vielleicht auch gleichzeitig kommerzielle Filme machen?
01:56:56: das ist eine Frage die wir später in der Masterclass noch beantworten möchten.
01:57:00: Auch ein großes Thema Und ja ich glaube Ich gehe raus mit ganz ganz vielen Inspirationen.
01:57:07: Ja es ist schwierig Aber es gibt auch ganz viele Möglichkeiten.
01:57:11: Ich freue mich sehr, dass ihr eure Gedanken dazu geteilt habt.
01:57:15: Die Fragestellung war von Anfang an eine Frageställung die wir eigentlich wirklich beantworten konnten weil es eben noch nicht diese Lösung gibt bzw.
01:57:23: Weil dieses strukturellen Prozess einfach so lange dauern.
01:57:25: und in dieser Zeit wo die strukturen Prozesse so lange dauernd schaut man sich halt um oder muss man sich umschauen und sagen okay was gibt's für Alternativen?
01:57:33: Und ich glaube da haben wir heute auf jeden Fall über alternative Möglichkeiten gesprochen Und ich habe auch sehr, sehr viel dazugelernt.
01:57:40: Ich hoffe das geht euch genauso.
01:57:42: und dann würde ich sagen noch mal einen ganz, ganz großen Applaus für Mariana Schneider von der Hessens Film- und Medienförderung, für Jacqueline Jansen, Katharina Huber und Sonja
01:57:52: Hoffmann!
01:57:55: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und vielen dank Paula für die tolle Moderation.
01:57:58: Sehr, sehr gerne.
01:57:59: Vielen
01:57:59: Dank Steffi.
01:58:00: Und vielen Dank Steffen natürlich und generell an Sie für Weltstaatenminister.
01:58:09: Das war unsere erste Folge im Podcast.
01:58:11: Achtung, Achtungen!
01:58:12: Hier spricht das Filmbüro NW und zwar das Panel Filmenachwuchs im Finanzierungsdilemma Wege aus der prekären Förderung ein langer Titel.
01:58:21: Das Panel war beim Filmfestival Münster im September fünfundzwanzig
01:58:25: Und wurde dort organisiert vom Filmfestivel Münster- und Filmbrot NW.
01:58:30: Die waren die Veranstalter.
01:58:32: Der Podcast wird unterstützt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes in Nordrhein-Westfalen.
01:58:38: Dank an Dennis Kipp, Tonschnitt, Steffi Köhler Aufnahme Gudrun Pratsich und Conny Beißler Organisation.
01:58:44: Und Ute Bender für das Design!
01:58:46: Jetzt seid ihr sicherlich gespannt was in der nächsten Folge dran ist?
01:58:50: Da geht es um TikTok.
01:58:52: die Folge zeigt ein Ausschnitt vom Symposium Eskalation Diskussionskultur im Medienwandel Was im Dezember zwanzig vierundzwanzig Im Kölner Filmhaus stattfand.
01:59:02: Dazu
01:59:03: gibt es noch ein Interview mit Markus Busch Politik und Kommunikationswissenschaftler spezialisiert auf Social Media und TikTok.
01:59:12: Und er wird eine kleine Einordnung geben, was seit Jahrzehntausend vierundzwanzig bei TikTok passiert ist und womit man in Zukunft rechnen
01:59:36: muss.".
01:59:36: Was habt ihr verpasst?
01:59:38: Welche Filme interessieren euch?
01:59:41: Natürlich machen wir auch Extrasendungen nur für Euch und freuen uns über Wünsche und Anfragen unter podcast.bett-nw.de.
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